Lufthansa Business Class Boeing 747–8: Los Angeles-Frankfurt

Die Boe­ing 747–8 ist noch immer das Flagg­schiff von Luft­han­sa und wird auf vie­len Lang­strecken ein­ge­setzt. Der Vier­strah­ler ver­fügt über vier Klas­sen und eine recht inti­me Busi­ness Class Kabi­ne im Ober­deck, die bei den Pas­sa­gie­ren beson­ders beliebt ist.

Auf die­sem Flug war ich zwi­schen Los Ange­les und Frank­furt unter­wegs und da ich die Busi­ness Class in der Boe­ing 747–8 schon ein­mal vor­ge­stellt habe, will ich die­ses Mal, nach mei­nem nicht so per­fek­ten Flug im Air­bus 380 von Mün­chen, nur auf das Flug­er­leb­nis eingehen.

Nach mei­nem Auf­ent­halt in der United Pola­ris und der Star Alli­ance Lounge bege­be ich mich eine knap­pe Stun­de vor Abflug zum Gate. Ein­ge­checkt habe ich bereits online, sodass ich direkt auf den Ein­stieg war­ten kann.

Luft­han­sa 451
Los Ange­les (LAX) – Frank­furt (FRA)
Abflug: 19:05 Uhr
Ankunft: 14:50 Uhr
Dau­er: 10:45 Stunden
Flug­zeug: Boe­ing 747–8
Sitz: 88K (Busi­ness)

Das Boar­ding beginnt pünkt­lich und als Pas­sa­gier der Busi­ness Class kann ich gleich nach der First Class ein­stei­gen. Da ich einen Platz auf dem Ober­deck habe, gehe ich durch die unte­re Busi­ness Kabi­ne und die Trep­pe hin­auf auf das Oberdeck.

Und da beginnt das Dra­ma, das lei­der auch die­ses Mal den Flug über­schat­tet. Als ich auf mei­nem Sitz Platz neh­men will, ist die­ser nicht in ein­wand­frei­em Zustand. Es gibt eine gro­ße Lücke zwi­schen Leh­ne und Sitz­flä­che, die durch eine schie­fe Sitz­flä­che ent­stan­den ist. Als ich die Crew dar­auf anspre­che, ist man jedoch erst ein­mal wenig hilf­reich. Ich kön­ne ja eine Decke in die Rit­ze schie­ben. Da dies jedoch ein Nacht­flug ist und ich auch schla­fen möch­te, ver­wei­ge­re ich das als Lösung.

Dar­auf­hin wird die Flug­be­glei­te­rin etwas unfreund­lich und erklärt mir, dass man sich nicht umset­zen kön­ne, da die Busi­ness Class aus­ge­bucht sei. Ich drän­ge aller­dings auf eine Lösung, sodass schließ­lich zäh­ne­knir­schend ein Mecha­ni­ker bestellt wird. Die­ser repa­riert dann end­lich den Sitz. Ich fra­ge mich die gan­ze Zeit, war­um die­se Lösung nicht gleich prä­sen­tiert wurde.

Nach­dem mein Sitz end­lich repa­riert ist, kann ich Platz neh­men und wir ver­las­sen zügig das Gate des inter­na­tio­na­len Terminals.

Auf dem Weg zur Roll­bahn sehe ich mir die Spei­se­kar­te an, die die Flug­be­glei­ter zuvor aus­ge­teilt haben.

Kur­ze Zeit spä­ter heben wir vom Flug­ha­fen Los Ange­les ab, wie immer in Rich­tung Pazi­fik. Lei­der sit­ze ich die­ses Mal auf der rech­ten Sei­te, da kein ande­rer Fen­ster­platz mehr vor­han­den war. Die beste Sicht nach dem Start hat man in Los Ange­les aller­dings auf der lin­ken Sei­te. Da es heu­te sehr wol­kig ist, ist jedoch sowie­so fast nichts zu sehen, sodass es mich heu­te nicht so sehr stört.

Nach der gro­ßen Links­kur­ve, die Flug­zeu­ge nach dem Start in Los Ange­les mei­stens flie­gen, wenn sie Rich­tung Osten unter­wegs sind, sind wir schließ­lich wie­der über Land, wo aber immer noch vie­le Wol­ken zu sehen sind.

Die Sicht wird erst etwas land­ein­wärts bes­ser, wo ich im letz­ten Tages­licht noch die Ber­ge rund um Palm Springs erken­nen kann.

Als es drau­ßen bereits fast dun­kel ist, beginnt an Bord der Ser­vice. Als Vor­spei­se habe ich mich für die Enten­brust auf Kar­tof­fel­sa­lat ent­schie­den, die sehr lecker ist.

Dazu wird ein klei­ner gemisch­ter Salat gereicht.

Als Haupt­spei­se habe ich das Rin­der­fi­let mit Spar­gel und Kar­tof­fel­stampf bestellt, das eben­falls sehr gut schmeckt.

Zum Des­sert gibt es Eis­creme, die wie bei Luft­han­sa üblich, lei­der nur im Papp­be­cher ser­viert wird.

Nach dem Essen rich­te ich mein Bett her. Neu­er­dings bie­tet Luft­han­sa auch eine Unter­la­ge für den Sitz sowie ein neu­es Kis­sen und eine ange­neh­me Decke.

Ein gro­ßer Nach­teil der Sit­ze auf dem Ober­deck ist, dass die Fußen­den von je zwei Sit­zen ziem­lich dicht zusam­men sind. Es gibt nur eine dün­ne Trenn­wand, aller­dings kann es pas­sie­ren, dass man die Bei­ne des Sitz­nach­barn aus Ver­se­hen berührt, was bei einem Frem­den nicht so ange­nehm ist.

Auch wenn der Sitz bei Luft­han­sa recht schmal ist, habe ich gut geschla­fen und wache erst kurz vor Euro­pa wie­der auf. Drau­ßen ist durch die Wol­ken schon die Küste von Irland zu sehen.

An Bord wird der­weil das Früh­stück ser­viert, das irgend­wie recht dürf­tig aus­fällt. Es gibt eine win­zi­ge Quiche, etwas Obst und Lachs sowie ein Bröt­chen. Aber irgend­wie bin ich ja inzwi­schen von Luft­han­sa gewohnt, dass die zwei­te Mahl­zeit recht dürf­tig ausfällt.

Kur­ze Zeit spä­ter ist dann bereits Frank­furt zu sehen, doch heu­te flie­gen wir noch eine gro­ße Schlei­fe, bevor wir end­lich zur Lan­dung ansetzen.

Nach rund zehn­ein­halb Stun­den lan­den wir auf dem Flug­ha­fen von Frank­furt und rol­len anschlie­ßend zu unse­rem Gate.

Fazit: Luft­han­sa mag zwar inzwi­schen eine fünf-​Sterne-​Airline sein, aber so ganz fan­ta­stisch war das Erleb­nis auch auf die­sem Flug lei­der nicht. Sieht man mal von dem doch schon recht unmo­der­nen Pro­dukt ab, hat mich vor allem gestört, wie wenig sich um den Flug­gast bei Pro­ble­men geküm­mert wur­de. Es schien fast, als wenn die Crew ange­nervt sei und gehofft hät­te, dass ich ein­fach auf dem kaput­ten Sitz blei­be. Das ist mir unver­ständ­lich. Gut war aller­dings die­ses Mal das Essen, das mir aus­ge­zeich­net geschmeckt hat. So war auch die­ser Flug mit Luft­han­sa irgend­wie nur Durch­schnitt und das schön­ste ist für mich dabei, dass ich in einer Boe­ing 747 unter­wegs war, die heut­zu­ta­ge doch immer sel­te­ner am Him­mel unter­wegs ist.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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