Falkenstein Grand, Marriott Autograph Collection, Königstein, Hessen

Das Fal­ken­stein Grand ist ein Luxus­ho­tel in König­stein bei Frank­furt, das zusam­men mit sei­nem Schwe­ster­ho­tel, der Vil­la Roth­schild, zur Auto­graph Coll­ec­tion von Mar­riott gehört. Ein­ge­bet­tet in einen schö­nen Park, bie­tet das Hotel nicht nur Zim­mer, son­dern hat auch eine inter­es­san­te Geschich­te zu erzählen.

Falkenstein Grand, Marriott Autograph Collection, Königstein – Check-​in und Lobby

Ich errei­che das Hotel mit dem Auto, das ich gleich neben dem Haupt­ein­gang kosten­los par­ken kann. Der Ein­gang befin­det sich auf der der Stra­ße zuge­wand­ten Sei­te des Hotels.

Zuerst gelan­ge ich in eine klei­ne Lob­by, in der sich lin­ker Hand die Rezep­ti­on befin­det. Hier wer­de ich freund­lich begrüßt und erhal­te zügig mei­ne Zim­mer­kar­te, da ich schon über die Mar­riott App ein­ge­checkt habe.

Nach dem Check-​in gehe ich durch eine Dop­pel­tür, hin­ter der sich die eigent­li­che Lob­by erstreckt. Hier gibt es gemüt­li­che Sitz­ecken und eini­ge histo­ri­sche Ele­men­te des Gebäu­des zu entdecken.

Auf einer Anrich­te ste­hen Geträn­ke und Snacks kosten­los bereit. Alles ist auf eine gesun­de Ernäh­rung aus­ge­rich­tet, da der Besit­zer des Hotels, die Broer­mann Health & Heri­ta­ge Hotels GmbH, auch der Betrei­ber der Askle­pi­os Kli­ni­ken ist.

Falkenstein Grand, Marriott Autograph Collection, Königstein – Zimmer

Mit der Schlüs­sel­kar­te in der Hand geht es für mich mit dem Fahr­stuhl in den zwei­ten Stock, wo sich mein Zim­mer befin­det. Die Kor­ri­do­re sind hier sehr schön gestal­tet und über­all an den Wän­den hän­gen histo­ri­sche Auf­nah­men des Hotels und der Umgebung.

Nach dem Betre­ten des Zim­mers ste­he ich in einem klei­nen Vor­raum, von dem links die Tür ins Bad abgeht.

Mein Zim­mer ist nicht beson­ders groß, aber gemüt­lich eingerichtet.

Das Dop­pel­bett ist sehr bequem und es gibt ver­schie­de­ne Kis­sen, was ich sehr ange­nehm fin­de. Schön auch, dass man bei der Reno­vie­rung an die Ver­ka­be­lung gedacht hat und die Schal­ter und Steck­do­sen in den Nacht­tisch­schub­la­den unter­ge­bracht hat, damit sie das Gesamt­bild nicht stö­ren, aber trotz­dem erreich­bar sind.

An der gegen­über­lie­gen­den Wand befin­den sich der Schreib­tisch, die Mini­bar und der Flach­bild­fern­se­her an der Wand.

Auf dem Schreib­tisch ist auch ein Radio zu fin­den, das über eine Docking­sta­ti­on ver­fügt, die aller­dings lei­der nur für Apple Gerä­te passt.

In der Ecke am Fen­ster ste­hen ein Ses­sel mit Tisch und dar­auf fin­de ich ein Begrü­ßungs­schrei­ben sowie eine klei­ne Auf­merk­sam­keit vor.

Dane­ben steht die Mini­bar, die mit eini­gen Geträn­ken aus­ge­stat­tet ist. In der Tür ent­decke ich aller­dings eine Packung But­ter, die wohl ein vor­he­ri­ger Gast ver­ges­sen hat und die vom Per­so­nal nicht ent­fernt wur­de. Der ein­zi­ge Faux­pas beim Ser­vice, da sonst alles wirk­lich sehr sau­ber und auf­ge­räumt war.

An der Wand neben dem Bett ist ein zwei­tei­li­ger Klei­der­schrank zu fin­den, in dem sich nicht nur eine Bade­ta­sche mit Bade­man­tel befin­det, son­dern sogar eine Yoga­mat­te, damit man auch an den ange­bo­te­nen Ver­an­stal­tun­gen kom­pli­ka­ti­ons­los teil­neh­men kann.

Das Bad des Zim­mers fällt recht win­zig aus. Die Dusche und der Wasch­tisch sind zwar geräu­mig, aber die Toi­let­te hängt doch etwas ungün­stig im Raum, sodass man hier leicht anstößt.

Die Dusche ist mit zwei Dusch­köp­fen aus­ge­stat­tet und die Hygie­ne­pro­duk­te sehr hoch­wer­tig von L’Occitane.

Am Abend gibt es einen Turn­down Ser­vice, der das Zim­mer auf­frischt, das Bett auf­deckt und ein Was­ser bereitstellt.

Falkenstein Grand, Marriott Autograph Collection, Königstein – Pool, Wellness und Fitness

Das Fal­ken­stein Grand ver­fügt über ein gutes Well­ness­an­ge­bot. Dazu gehört ein beheiz­ter Außen­pool, der sich neben dem Haupt­ge­bäu­de befindet.

Betre­ten wird der Pool aller­dings von innen, sodass er auch bei käl­te­rem Wet­ter sehr gut nutz­bar ist.

Rund um den Pool gibt es einen schö­nen Ruhe­raum mit beque­men Liegen.

Auch ein Whirl­pool sowie eine Sau­na ste­hen für die Gäste zur Verfügung.

Gegen­über dem Haupt­ge­bäu­de gibt es einen gro­ßen Health und Fit­ness Club, der Hotel­gä­sten eben­falls kosten­los zur Ver­fü­gung steht.

Falkenstein Grand, Marriott Autograph Collection, Königstein – Restaurant

Das Fal­ken­stein Grand ver­fügt über ein schö­nes Restau­rant, das sich im Erd­ge­schoss des Hotels befin­det und einen tol­len Blick auf den Park sowie das Pan­ora­ma dahin­ter bietet.

Falkenstein Grand, Marriott Autograph Collection, Königstein – Frühstück

Im Hotel wird ein Früh­stück ange­bo­ten, das für Mar­riott Gäste mit Pla­ti­num Sta­tus und höher kosten­los ist, anson­sten aber recht hoch­prei­sig. Aller­dings wird beim Check-​in eine redu­zier­te Rate angeboten.

In einem Neben­raum befin­det sich das Buf­fet mit einer brei­ten Aus­wahl an war­men und kal­ten Spei­sen. alles ist sehr hoch­wer­tig und schmackhaft.

Außer­dem gibt es eine Kar­te mit vie­len ver­schie­de­nen Optio­nen, die zusätz­lich bestellt wer­den kön­nen. Eini­ge weni­ge Spei­sen kosten aber einen Aufpreis.

Falkenstein Grand, Marriott Autograph Collection, Königstein – Geschichte und Außenanlage

Das Fal­ken­stein Grand war­tet als histo­ri­sches Hotel mit einer inter­es­san­ten Geschich­te auf. Ursprüng­lich befand sich in dem weit­läu­fi­gen Park eine Lun­gen­heil­stät­te, die zwi­schen 1875 und 1906 betrie­ben wur­de. Nach ihrem Abriss wur­de hier Offi­ziers­er­ho­lungs­heim gebaut, das 1909 durch Kai­ser Wil­helm II. per­sön­lich eröff­net wurde.

Bis zu 52 Offi­zie­re soll­ten im Haupt­haus sowie in den sechs Vil­len im eng­li­schen Cot­ta­ge­stil unter­ge­bracht und behan­delt wer­den kön­nen, die direkt unter­halb der Burg­rui­ne Fal­ken­stein liegen.

In den zwei Welt­krie­gen wur­de das Haus als Laza­rett genutzt, dazwi­schen war hier ein Erho­lungs­heim für Kriegs­ge­schä­dig­te zu fin­den. Im Jahr 1946 ent­stan­den schließ­lich eine Lun­gen­heil­kli­nik sowie eine neu­ro­lo­gi­sche Kli­nik in den histo­ri­schen Gebäu­den. Nach einem Groß­brand 1964 wur­de eine Kli­nik für Mul­ti­ple Skle­ro­se ein­ge­rich­tet, die erst 1991 geschlos­sen wurde.

Nicht nur der Außen­be­reich der Gebäu­de ist inter­es­sant, es lohnt auch ein Blick in den Unter­grund. Wäh­rend des Baus zwi­schen 1908 und 1909 wur­den das Haupt­ge­bäu­de und die sechs Vil­len durch ein ein­ein­halb Kilo­me­ter lan­ges Tun­nel­sy­stem ver­bun­den, das noch heu­te exi­stiert und genutzt wird.

Die sechs Vil­len lie­gen, wie das Haupt­haus, wun­der­schön in den Park ein­ge­bet­tet und wur­den eben­falls reno­viert. Hier befin­den sich heu­te schmucke Woh­nun­gen und Langzeitunterkünfte.

Die Häu­ser sind durch Wege in dem schön ange­leg­ten Park ver­bun­den. Gestal­tet wur­de die­ser ursprüng­lich vom Gar­ten­ar­chi­tek­ten Hein­rich Sies­may­er, der auch den Frank­fur­ter Pal­men­gar­ten ent­warf. Cha­rak­te­ri­stisch für sei­nen Ent­wurf waren die geschwun­ge­nen „Bret­zel­we­ge”, die nach dem Umbau zum Hotel zwi­schen 1994 und 1999 auch wie­der nach histo­ri­schem Vor­bild ange­legt wurden.

Die Pracht­sei­te des Fal­ken­stein Grand zeigt zum Gar­ten und davor wur­de eine schö­ne Ter­ras­se ein­ge­rich­tet, die einen tol­len Aus­blick auf den Park bietet.

Rich­tig toll aber ist das Pan­ora­ma, das sich von hier bie­tet. Eine schön ange­leg­te Sicht­ach­se gibt den Blick auf die Hoch­häu­ser von Frank­furt frei, das sich zu Füßen des Tau­nus Gebir­ges befindet.

Vom Park zu sehen ist auch die Rui­ne der Burg Fal­ken­stein, die über einen Wan­der­weg erreicht wer­den kann und von Früh­jahr bis Herbst für Besu­cher geöff­net ist.

Falkenstein Grand, Marriott Autograph Collection, Königstein – Fazit

Mir hat mein Auf­ent­halt im Fal­ken­stein Grand sehr gut gefal­len. Ich lie­be histo­ri­sche Hotels mit Cha­rak­ter und Geschich­te und die­ses Haus hat da sehr viel zu bie­ten. Trotz­dem ist es modern und mit sehr viel Kom­fort aus­ge­stat­tet. Die Lage ist eben­falls fan­ta­stisch und man befin­det sich trotz der Nähe zu Frank­furt in der Natur des Tau­nus, wo Ruhe und Erho­lung mög­lich sind. Ich kann einen Auf­ent­halt im Hotel auf jeden Fall emp­feh­len und wür­de auch selbst ger­ne zurückkehren.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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