Lounge Tempelhof, Flughafen Berlin-Brandenburg BER

Die Lounge Tempelhof ist eine von zwei airporteigenen Lounges am neuen Berliner Flughafen BER. Sie befindet sich am Südende des Hauptpiers im Terminal 1 und kann von Passagieren diverser Airlines genutzt werden. Der Zutritt ist aber auch gegen Zahlung einer Gebühr möglich.

Lounge Tempelhof, Flughafen Berlin-Brandenburg BER – Lage und Zutritt

Das Erste, was ich nach dem Passieren der Sicherheitskontrolle feststelle, der Weg zur Lounge ist nicht auf Anhieb zu finden und er ist lang. Zuerst einmal steht man ja auch in Berlin nun in einem Duty Free Shop.

Von hier geht es weiter in die Haupthalle und hier sollte die Lounge eigentlich gut auffindbar sein. Die Beschriftung auf den Schildern ist aber doch sehr klein und auch nicht ganz klar, wenn man nicht weiß, wo die Lounge ist. Und selbst wenn man die Richtung findet, dann ist der Weg zur Lounge doch weit, sehr weit.

Ich habe das Gefühl den halben Flughafen abzulaufen, komme mindestens an einem Dutzend Gates vorbei und bin immer noch nicht an der Lounge angekommen.

Manch einer gibt schon auf und meint falsch zu sein, doch ich gehe tapfer weiter. Nach einem langen Fußmarsch stehe ich endlich vor der gläsernen Eingangstür zur Lounge.

Zutritt haben hier Fluggäste einer ganzen Reihe von Airlines und jeder, der bereit ist, dafür 45 Euro zu zahlen. Lounge Pässe wie Priority Pass gelten dagegen bisher nicht.

Die Lounge Tempelhof befindet sich eine Etage über dem Terminal, sodass ich entweder eine lange Treppe oder den Fahrstuhl nutzen kann. Für mich, mit Gepäck, wird es der Fahrstuhl. Dann endlich befinde ich mich im Eingangsbereich der Lounge.

In der Lounge werde ich freundlich begrüßt und mein Ticket wird kontrolliert. Durch meinen Flug mit Finnair in Verbindung mit meinem Oneworld Status bekomme ich an diesem Tag Zutritt. Vorher muss ich aber noch einen Zettel mit meinen Kontaktdaten ausfüllen. Warum das nötig ist, wo man doch sowieso das Ticket mit allen Daten einscannt, entzieht sich der Kenntnis der Dame am Tresen.

Lounge Tempelhof, Flughafen Berlin-Brandenburg BER – Ausstattung

Vom Tresen teilt sich die Lounge in zwei Bereiche. Linker Hand gibt es lediglich Sitzbereiche, wer nach rechts abbiegt, steht zuerst vor dem Buffet. Wieso man das so geplant hat, ist etwas unverständlich, da man so ständig am Eingangstresen vorbeimuss. Aber zurück zur Ausstattung, die größtenteils aus recht bequemen Sitzmöbeln besteht.

Einige Sitzecken sind durch höhere Rückwände auch besser von der Umgebung abgeschirmt.

Sehr schön sind die bodentiefen, großen Fenster, die einen ungehinderten Blick auf das Vorfeld erlauben.

Weniger schön ist der Mangel an Steckdosen. Hier merkt man deutlich, dass die Lounge schon vor knapp zehn Jahren geplant wurde. Im heutigen Zeitalter geht es einfach gar nicht, dass nur einige Sitze über Stromanschlüsse verfügen. Es ist sehr schade, dass hier nicht nachgerüstet wurde.

In einem etwas abgeschirmten Bereich gibt es diese Sessel mit Hocker sowie recht stylisch aussehende Liegen. Leider sind beide lange nicht so bequem wie man sich das wünscht. Hier wurde wohl eher auf Design als auf Bequemlichkeit geachtet.

Die gesamte Lounge ist etwas verwinkelt, so gibt es hinter dem Buffet noch einen weiteren, schmalen Bereich mit Sitzplätzen, der gleichzeitig Zugang zu den Besprechungsräumen ist, die separat gemietet werden können.

Lounge Tempelhof, Flughafen Berlin-Brandenburg BER – Speisen und Getränke

Gleich hinter dem Eingangsbereich schließt sich rechter Hand das Buffet an. Zu diesem Bereich gehören auch verschiedene Tische mit Stühlen, die wie in einem Restaurant angeordnet sind.

Momentan (Juli 2021) ist das Speisen und Getränkeangebot allerdings überschaubar, aber immerhin wird inzwischen wieder etwas in der Lounge angeboten. Dazu gehören Heißgetränke wie Tee und Kaffee. Allerdings gibt es nur diese eine Maschine, die mir doch etwas wenig erscheint, wenn man die Größe der Lounge bedenkt und diese vielleicht irgendwann wieder voll besetzt ist.

Gleich daneben gibt es Auslagen für Snacks und Süßwaren, die jedoch momentan leer stehen. Aufgrund von Corona wird hier nichts angeboten.

Weiterhin gibt es zwei kleine Kühlschränke mit speziellen Getränken wie Red Bull, Tonic Water oder alkoholfreiem Bier.

Softdrinks und Bier gibt es in Flaschen in einem großen Kühlfach in der Mitte des Buffets. Sehr positiv finde ich hier, dass man auf Zapfautomaten verzichtet hat.

Auf der gegenüberliegenden Seite stehen einige Schalen mit Obst sowie Brezeln bereit. Die Brezeln sind momentan einzeln verpackt.

Ansonsten gibt es ein kleines Angebot an warmen und kalten Speisen, die alle in kleine Gläser abgefüllt wurden und mit Glasdeckeln versehen sind. Schade aber, dass es keine Schilder gibt und man den Inhalt der Gläser kaum identifizieren kann. Auch der einzige Mitarbeiter, den ich fragen konnte, war erst nach mehrmaligem Nachfragen zur Hilfe bereits. Er wusste aber auch nicht Bescheid, sondern musste erst eine Liste besorgen.

Auf meine Nachfrage habe ich dann erfahren, dass es sich um Geflügelragout, Kartoffeln, Blumenkohlsuppe und Rührei handelt. Ich habe die Suppe probiert, die in Ordnung war.

Bei den kalten Speisen gab es Angebote wie Kartoffelsalat, Mozzarella mit Tomate oder einen Kräuterdipp für Brot oder Brezeln. Auch Dessert stand bereit, ebenso wie einige Sandwiches.

Lounge Tempelhof, Flughafen Berlin-Brandenburg BER – Waschräume

Die Lounge Tempelhof verfügt nur über sehr kleine Waschräume, genauer gesagt gibt es exakt zwei Toiletten und ein Waschbecken. Die waren schon bei der leichten Belegung fast im Dauerbetrieb und ich finde es einfach viel zu wenig für eine Lounge dieser Größe. Daneben gab es eine Tür mit der Aufschrift “Dusche”, die aber verschlossen war.

Lounge Tempelhof, Flughafen Berlin-Brandenburg BER – Fazit

Die Lage der Lounge Tempelhof ist sehr schön. Durch die großen Fenster hat man einen tollen Blick nach draußen auf das Vorfeld. Auch die Sitzmöbel sind in Ordnung und in guter Anzahl verfügbar. Eine Schwachstelle sind aber die Steckdosen, die es einfach nicht überall gibt. Ebenso finde ich die Waschräume viel zu klein. Zum Buffet kann man wenig sagen, denn es ist aufgrund von Corona immer noch eingeschränkt. Erstmal ist es aber positiv, dass überhaupt wieder etwas angeboten wird. Schade finde ich, dass das Personal nicht so recht auf den Gast eingeht. Was am Buffet serviert wird, sollte derjenige, der es nachfüllt, doch eigentlich wissen können.

Ich bin gespannt, wie sich die Lounge weiterhin schlagen wird und wann die Lounge Tegel ebenfalls geöffnet wird. Trotzdem finde ich es etwas schade, dass es keine Oneworld oder Skyteam Lounge mehr gibt, sondern außer der Lufthansa Lounge nur noch die airporteigenen Lounges, zumal man hier auch wenig Hilfe bei weiterführenden Problemen erwarten kann.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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