Finnair Business Class A350: London-Helsinki

Der Air­bus 350 ist das neue­ste Flug­zeug in der Lang­strecken­flot­te von Finn­air. Seit 2015 hat die Flug­ge­sell­schaft alle elf Air­bus 340–300 aus­ge­mu­stert und durch moder­ne Maschi­nen ersetzt. Bevor die­se Flug­zeu­ge auf der Lang­strecke ein­ge­setzt wer­den, sind sie oft auf inner­eu­ro­päi­schen Strecken im Ein­satz. Finn­air setzt aber auch aus Fracht­grün­den regel­mä­ßig einen A350 zwi­schen Lon­don und Hel­sin­ki ein. Auf einem die­ser Flü­ge war ich im Früh­jahr 2018 unterwegs.

Finn­air star­tet als One­world Air­line im Ter­mi­nal 3 in Lon­don Heath­row und nach mei­nem Besuch der Cathay Paci­fic Busi­ness Lounge mache ich mich auf den Weg zum Gate. Der ist ziem­lich lang und ich bin eine gan­ze Wei­le unter­wegs, bevor ich end­lich das rich­ti­ge Gate erreiche.

Finn­air 1332
Lon­don (LHR) - Hel­sin­ki (HEL)
Abflug: 10:20 Uhr
Ankunft: 15:15 Uhr
Dau­er: 2:55 Stunden
Flug­zeug: Air­bus 350
Sitz: 2K (Busi­ness Class)

Am Gate gibt es ver­schie­de­ne Zonen für das Boar­ding und Busi­ness Class Pas­sa­gie­re sowie Sta­tus­kun­den dür­fen als Erste ein­stei­gen. Ich freue mich ganz beson­ders, denn dies wird mein erster Flug in einem A350 sein.

Der erste Blick in die Busi­ness Class Kabi­ne gefällt mir sehr gut. Es ist hell und freund­lich, aber auch klas­sisch skan­di­na­visch, mit kla­ren Lini­en und sehr auf­ge­räumt. So wur­de auf die Gepäck­fä­cher über den Mit­tel­sit­zen ver­zich­tet, was der Kabi­ne ein offe­nes Design gibt. Ein Farb­klecks sind die grün-​weißen Kis­sen, natür­lich wie­der im Marimek­ko Design.

Finn­air hat sich im A350 für Reverse-​Heringbone-​Sitze ent­schie­den, wäh­rend im A330 die ver­setz­ten Sit­ze ver­baut sind. Ich bin kein so gro­ßer Fan die­ser Sit­ze, da es hier kei­ne wirk­lich gute Mög­lich­keit gibt aus dem Fen­ster zu schau­en und auch für Paa­re oder Grup­pen so zusam­men­zu­sit­zen, dass man sich gut unter­hal­ten kann. Was sehr gut ist, ist die Pri­vat­sphä­re, denn von den Mit­rei­sen­den bekommt man fast nichts mit.

Bei den Mit­tel­sit­zen sitzt man nach innen gedreht, sodass der Kopf zum Gang zeigt und die Füße zur Mit­te. Obwohl es nur eine dün­ne Trenn­wand gibt, ist das ver­se­hent­li­che Berüh­ren des Nach­barn durch die zusätz­li­che Mit­tel­kon­so­le aber nahe­zu ausgeschlossen.

Mein Sitz ist der zwei­te auf der rech­ten Sei­te des Flug­zeugs, direkt am Fen­ster. Durch die Bau­art der Sit­ze kann ich aber trotz­dem nur beschränkt hin­aus­schau­en. Anson­sten ist der Sitz sehr bequem und neu. Es gibt kei­ner­lei Abnutzungserscheinungen.

Der Fuß­be­reich ist aus­rei­chend groß, läuft aber nach vorn ziem­lich spitz zu, sodass grö­ße­re Pas­sa­gie­re beim Lie­gen etwas ein­ge­zwängt sein könnten.

Auf der lin­ken Sei­te des Sit­zes befin­det sich eine Arm­leh­ne, die ver­senkt wer­den kann, wodurch die Lie­ge­flä­che grö­ßer wird. Gleich dane­ben gibt es ein klei­nes, ver­schließ­ba­res Fach.

Rechts neben dem Sitz ist die Zeit­schrif­ten­ta­sche zu fin­den sowie ein Geträn­ke­hal­ter für eine Wasserflasche.

Unmit­tel­bar rechts neben der Rücken­leh­ne befin­den sich der Kopf­hö­rer­an­schluss, ein USB-​Anschluss, eine Steck­do­se, die Fern­be­die­nung für das Enter­tain­ment­sy­stem, die Bedie­nung für den Sitz sowie eine Leselampe.

Der Moni­tor ist aus­klapp­bar und muss zu Start- und Lan­dung ver­staut werden.

Finn­air hat einen sehr schö­nen Kar­ten­ka­nal, auf dem ich mei­ne Rou­te aus vie­len Posi­tio­nen und Zoom­stu­fen ver­fol­gen kann.

Ein beson­de­res Fea­ture des A350 ist das Mood Light­ing. Finn­air hat sich hier für ein ganz zar­tes Blau entschieden.

Wäh­rend die Türen geschlos­sen wer­den und das Sicher­heits­vi­deo läuft, öff­net der Him­mel in Lon­don sei­ne Schleusen.

Ein wirk­lich tol­les Fea­ture bei Finn­air ist, dass sie die Flug­zeu­ge mit Kame­ras aus­ge­stat­tet haben. So kann ich die letz­ten Start­vor­be­rei­tun­gen am Gate prak­tisch live mitverfolgen.

Wäh­rend wir uns dann pünkt­lich auf den Weg zur Start­bahn machen, teil die Crew Kopf­hö­rer aus. Die­se sind auf die­sem inner­eu­ro­päi­schen Flug nur ein­fa­che Ohr­stöp­sel. Wer sei­ne eige­nen Kopf­hö­rer nut­zen will, soll­te beach­ten, einen zwei­po­li­gen Adap­ter mitzubringen.

Wäh­rend wir zur Start­bahn rol­len, lässt der Regen etwas nach und ich kann die Flug­zeu­ge neben uns beobachten.

Zusätz­lich habe ich wei­ter­hin die Front­ka­me­ra an. Es ist rich­tig toll, das Bug­rad vor sich zu sehen.

Schließ­lich errei­chen wir die Start­bahn und erhal­ten kurz dar­auf die Startfreigabe.

Nach rund fünf­zehn Minu­ten Flug­zeit wer­den die Anschnall­zei­chen aus­ge­schal­tet und der Ser­vice beginnt. Zuerst wer­den war­me Tücher ver­teilt. Danach gibt es ein Getränk nach Wahl sowie eine klei­ne Tüte mit Nüssen.

Der Tisch wird unter der rech­ten Arm­leh­ne her­vor­ge­zo­gen und ist in der Mit­te geteilt. Lei­der ist er nicht sehr sta­bil und bei Bela­stung etwas wacklig.

Ein Blick aus dem Fen­ster zeigt wei­ße Wol­ken und das Trieb­werk sowie den Flü­gel mit dem Finn­air Logo auf der Spitze.

Kur­ze Zeit spä­ter wird ein Mit­tag­essen ser­viert. Da es sich hier um einen inner­eu­ro­päi­schen Flug han­delt, gibt es weder Spei­se­kar­ten, noch eine gro­ße Aus­wahl, nur die Wahl zwi­schen Nudeln und Fisch besteht. Auch wird alles auf einem Tablett serviert.

Nach dem Essen schaue ich mir kurz die Toi­let­te an. Sie ist nicht beson­ders groß, hat aber, wie im A340, ein Fenster.

Den Rest des Flu­ges ver­schla­fe ich, in dem ich mei­nen Sitz in ein fla­ches Bett ver­wand­le. Der Trans­at­lan­tik­flug war doch sehr kurz und vier Stun­den Nacht­ru­he waren für mich nicht genug. Erst als die Maschi­ne für die Lan­dung vor­be­rei­tet wird, wer­de ich wie­der wach und sehe das ver­schnei­te Finn­land unter mir. Dies­mal gibt es lei­der kei­ne Son­ne, aber die Land­schaft sieht auch recht inter­es­sant aus.

Die Lan­dung ver­fol­ge ich wie­der über die Front­ka­me­ra. Ich mag es sehr, wenn Air­lines so etwas anbie­ten. Mir macht es Spaß, die Lan­dung so mit­ver­fol­gen zu können.

Nach der Lan­dung rol­len wir wie­der zu einer Außenposition.

Es wer­den bei­de vor­de­ren Türen geöff­net, sodass die Pas­sa­gie­re recht schnell die Maschi­ne ver­las­sen kön­nen. Aus dem Bus her­aus habe ich noch einen schö­nen Blick auf die One­world Lackie­rung des A350.

Fazit: Mir hat mein Erst­flug mit dem A350 sehr gut gefal­len. Nach­dem ich das Flug­zeug schon auf der ILA bestau­nen durf­te, habe ich nun die Mög­lich­keit gehabt, auch damit zu flie­gen. Auch das Ange­bot von Finn­air in die­ser mich über­zeugt und ich wür­de nicht zögern, die­se Maschi­ne auch auf der Lang­strecke zu buchen. Wenn ich nicht allein unter­wegs bin, wür­de ich aller­dings den A330 vorziehen.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

2 Antworten

  1. Sylwia Buch sagt:

    Ich bin begei­stert, wie peni­bel Du alles beschreibst und foto­gra­fisch festhält.
    Danke !

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