AIDAmar, Aida Cruises

AIDA Crui­ses ist wohl eine der bekann­te­sten Kreuz­fahrt­ge­sell­schaf­ten auf dem deut­schen Markt. Inzwi­schen ist die Ree­de­rei mit zwölf Schif­fen auf allen Welt­mee­ren unter­wegs. Was seit der Grün­dung gleich­ge­blie­ben ist, das gro­ße Auge und der rote Kuss­mund als Mar­ken­zei­chen. Mei­ne drit­te Kreuz­fahrt mit AIDA Crui­ses hat mich auf die AIDA­mar geführt, die ich in die­sem Review genau­er vor­stel­len möchte.

AIDAmar – Schiff und Reederei

AIDA Crui­ses wur­de bereits 1996 in Rostock gegrün­det und ist sei­ner­zeit der Nach­fol­ger der Deut­schen See­ree­de­rei (DSR) gewe­sen. Inzwi­schen gehört AIDA zum Car­ni­val Kon­zern, dem größ­ten Kreuz­fahrt­kon­zern der Welt. AIDA bie­tet exklu­siv deutsch­spra­chi­ge Kreuz­fahr­ten für den deutsch­spra­chi­gen Markt an und ist auch heu­te noch in Rostock beheimatet.

Die AIDA­mar ist eines von vier Schif­fen der modi­fi­zier­ten Sphinx-​Klasse, das für AIDA Crui­ses auf der Mey­er Werft in Papen­burg gebaut wur­de. Das Schiff wur­de 2012 in Dienst gestellt und hat drei Schwe­ster­schif­fe, die AID­A­b­lu, AIDA­sol und AIDAstella.

In der Som­mer­sai­son 2023 war das Schiff auf Rou­ten in Nord­eu­ro­pa unter­wegs, wobei der Pas­sa­gier­wech­sel in War­ne­mün­de statt­fand. Gene­rell sind min­de­stens zwei der klei­ne­ren AIDA Schif­fe jedes Jahr vom Rostocker Kreuz­fahrt­ha­fen unterwegs.

Zu Beginn einer jeden Sai­son von War­ne­mün­de sind meist eini­ge Kurz­rei­sen im Pro­gramm, so auch 2023, als die AIDA­mar auf Kurz­rei­sen nach Schwe­den und Nor­we­gen ein­ge­setzt wurde.

Bei ihrer Indienst­stel­lung war die AIDA­mar eines der größ­ten Schif­fe der Ree­de­rei. Inzwi­schen gehört das Schiff mit sei­nen rund 250 Metern Län­ge zu den sie­ben klei­ne­ren Crui­se­li­nern. An Bord befin­den sich 1097 Kabi­nen, in denen bis zu 2.686 Pas­sa­gie­re unter­wegs sein kön­nen. Betreut wer­den sie von rund 600 Crewmitgliedern.

AIDAmar – Balkonkabine

Auf die­ser Rei­se habe ich eine Bal­kon­ka­bi­ne gebucht. Die­sen Kabi­nen­typ gibt es auf der AIDA­mar auf sechs ver­schie­de­nen Decks. Ich habe einen Pre­mi­um Tarif gebucht und konn­te somit mei­ne Kabi­ne selbst aus­wäh­len. So habe ich mich bereits bei der Buchung für eine Kabi­ne auf Deck 9 ent­schie­den. Auf die­sem Deck gibt es im vor­de­ren Bereich des Schif­fes Bal­kon­ka­bi­nen sowie Innen­ka­bi­nen und eini­ge Sui­ten am Bug.

Die Bal­kon­ka­bi­nen sind rund zwan­zig Qua­drat­me­ter groß und ver­fü­gen dazu über einen drei bis sechs Qua­drat­me­ter gro­ßen Bal­kon. Ein Merk­mal der Kabi­nen von AIDA ist der Bal­da­chin über dem Bett und den gibt es auch in den Kabi­nen der AIDAmar.

In jeder Kabi­ne gibt es ein Dop­pel­bett. Scha­de nur, dass AIDA noch immer nur zwei Matrat­zen anbie­tet. Die­se sind dazu auch noch brett­hart. Zum Glück ist es auf Nach­fra­ge mög­lich, einen Matrat­zen­top­per zu bekom­men. Auch die Kis­sen emp­fin­de ich als zu weich. Eine wirk­li­che Nacken­un­ter­stüt­zung ist nicht mög­lich. Auf dem Schiff mit dem Bau­jahr 2012 feh­len dazu auch Steck­do­sen neben dem Bett, etwas, das auf moder­ne­ren Schif­fen inzwi­schen zum Stan­dard gehört.

Neben dem Bett steht ein brei­ter Ses­sel, der aller­dings sehr nied­rig ist. Die­sen Sitz kann man wohl in ein drit­tes Bett umwan­deln. Dann wür­de die Kabi­ne aller­dings sehr eng werden.

Der Schreib­tisch in der Kabi­ne ist gera­de­zu win­zig. Hier hat kaum ein Lap­top Platz. Immer­hin gibt es zwei freie Steck­do­sen. Mehr aber auch nicht. Dazu ist ein klei­ner Flach­bild­fern­se­her in die Ecke gequetscht. Grö­ße­re Bild­schir­me gibt es nur in den Innen­ka­bi­nen, da sie dort durch den Blick auf die Bug­ka­me­ra das Fen­ster erset­zen sollen.

Der Kabi­nen­ser­vice küm­mert sich auch auf der AIDA­mar dar­um, dass die Kabi­ne jeden Tag auf­ge­räumt wird. Dazu wer­den auf den Kabi­nen oft auch Hand­tuch­tie­re oder klei­ne Auf­merk­sam­kei­ten hinterlassen.

Wenn man den Premium-​Tarif bucht, sind täg­lich zwei gro­ße Fla­schen Was­ser auf der Kabi­ne inklu­si­ve. Was­ser­spen­der, wie auf den alten AIDA Schif­fen, gibt es nicht. Beim Was­ser gibt es die Wahl zwi­schen Still und Spru­del. Dazu fin­den sich Bade­män­tel, Decken (für den Bal­kon) sowie Pool­hand­tü­cher im Schrank.

Auf dem Bord-​TV kann die Rou­te mit der Bug­ka­me­ra und auf der Kar­te ver­folgt wer­den. Außer­dem gibt es Live-​Übertragungen von Shows und Ver­an­stal­tun­gen an. Wer auf das hei­mi­sche Fern­se­hen nicht ver­zich­ten kann, für den ste­hen auch etli­che deut­sche Fern­seh­sen­der zur Auswahl.

Das Bad ist kom­pakt, aber für ein Kreuz­fahrt­schiff aus­rei­chend groß. Beson­ders ange­nehm ist die recht gro­ße, ver­gla­ste Dusche, in der man sich nicht bei jeder Dre­hung stößt. Dazu gibt es einen Wasch­tisch mit etwas Abla­ge­flä­che. Aller­dings sind Flä­chen zum Abstel­len etwas rar. Ledig­lich über der Toi­let­te gibt es noch ein klei­nes Regal. Die Hand­tü­cher sind bei AIDA in Braun­tö­nen gehal­ten, wobei sich die­se unter­schei­den, sodass man sei­ne Hand­tü­cher sehr gut aus­ein­an­der­hal­ten kann, wenn man zu zweit auf der Kabi­ne ist.

Der klei­ne Bal­kon ist mit einer Glas­schei­be aus­ge­stat­tet, sodass man auch aus der Kabi­ne einen guten Blick aufs Meer hat. Auf dem Bal­kon ste­hen zwei Stüh­le und ein klei­ner Tisch. Zu beach­ten ist, dass bei AIDA noch immer das Rau­chen auf den Bal­ko­nen gestat­tet ist und sich des­halb auf dem Tisch auch ein Aschen­be­cher befindet.

Außer­dem gehört zur Aus­stat­tung jedes Bal­kons eine Hän­ge­mat­te. Ich fin­de die­se aller­dings recht hoch ange­bracht. Auf See hat­te man da fast das Gefühl, über Bord zu schaukeln.

AIDAmar – Öffentliche Bereiche

Das Herz­stück der Sphinx-​Klasse Schif­fe ist das Thea­tri­um, ein damals völ­lig neu­es Kon­zept von AIDA. Das Thea­ter ist auf die­sen Schif­fen nicht im Bug zu fin­den, son­dern in der Mit­te des Schiffs und rund ange­legt, wodurch Vor- und Nach­tei­le ent­ste­hen. So habe ich die Sicht von der ober­sten Eta­ge als sehr schlecht emp­fun­den. Am besten sind die Shows tat­säch­lich von den unter­sten Sitz­plät­zen zu verfolgen.

Über dem Thea­tri­um gibt es ein glä­ser­nes Dach, das zusam­men mit den gro­ßen glä­ser­nen Sei­ten­schei­ben sehr viel Tages­licht in den Raum lässt.

Im Thea­tri­um fin­den täg­lich ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen statt, vom Bord­talk bis zur Vor­stel­lung der Land­aus­flü­ge. Die am mei­sten besuch­ten Shows sind aber die Abend­ver­an­stal­tun­gen. In der AIDA Prime Time ist das High­light die täg­li­che Vor­stel­lung eines Offi­ziers oder Crew­mit­glie­des, hier zu sehen der Kapi­tän mei­ner Rei­se. Zwei­mal fin­det am Abend dazu eine gro­ße Show mit Tanz und Gesang statt, damit sowohl Gäste, die frü­her essen als auch Gäste, die ein spä­te­res Abend­essen bevor­zu­gen, zuschau­en können.

Die Rezep­ti­on ist ein Bereich auf der AIDA­mar, in dem es eher ruhig zugeht. Ist die­se auf ande­ren Schif­fen oft irgend­wo im Zen­trum des Schif­fes zu fin­den, liegt sie auf der AIDA­mar eher abseits aller ande­ren öffent­li­chen Decks auf einem der Decks, auf dem sich sonst haupt­säch­lich Kabi­nen befinden.

Die mei­sten öffent­li­chen Decks befin­den sich bei der AIDA­mar eher im obe­ren Bereich des Schif­fes von Deck 9 auf­wärts, was eben­falls etwas unge­wöhn­lich ist. Bei den mei­sten Schif­fen gibt es eher einen Bereich in der Mit­te sowie einen wei­te­ren auf den höch­sten Decks.

Natür­lich gibt es auf der AIDA­mar auch eini­ge Geschäf­te, in den zoll­freie Waren ein­ge­kauft wer­den kön­nen. Dazu steht auch eine klei­ne Aus­wahl an Waren des täg­li­chen Bedarfs bereit, falls man etwas ver­ges­sen haben soll­te. Und es gibt natür­lich auch zahl­rei­che AIDA Sou­ve­nirs zu kaufen.

Zwei Din­ge, die ich sonst eher mit ame­ri­ka­ni­schen Schif­fen in Ver­bin­dung brin­ge, haben auf den neue­ren Schif­fen auch Ein­zug gehal­ten, die Bil­der­ga­le­rie mit Auk­ti­on sowie das Casi­no. Viel­leicht spie­gelt sich hier auch der inzwi­schen ame­ri­ka­ni­sche Mut­ter­kon­zern Car­ni­val wider. Auf den klei­ne­ren AIDAs kann ich mich dar­an in die­ser Form jeden­falls nicht erinnern.

Das Casi­no ist aller­dings etwas restrik­ti­ver als ich es von ame­ri­ka­ni­schen Schif­fen ken­ne. Es ist nur am Abend und natür­lich nur auf See geöff­net. Vie­le Gäste habe ich, zumin­dest auf mei­ner Rei­se, auch nicht spie­len gesehen.

Lei­der ver­fügt die AIDA­mar auch über kei­ne umlau­fen­de Pro­me­na­de. Nur auf den Sei­ten kann man hier an die fri­sche Luft. Am Heck ist auf die­sem Deck der Kids Club zu fin­den, der nur den klei­nen Gästen zugäng­lich ist.

Eine Beson­der­heit auf den AIDA Schif­fen ist das voll aus­ge­stat­te­te TV-​Studio, das nicht nur für pro­fes­sio­nel­le Büh­nen­shows und deren Über­tra­gung auf die Kabi­nen zustän­dig ist, son­dern auf jeder Rei­se auch einen Film pro­du­ziert, der von den Pas­sa­gie­ren käuf­lich erwor­ben wer­den kann.

AIDAmar – Pool, Fitness und Wellness

Auf Deck 12 befin­det sich auf der AIDA­mar das Pool­deck. Hier gibt es vie­le öffent­li­che Flä­chen, auf den Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den, Sport getrie­ben wird oder bei schö­nem Wet­ter die Son­nen­lie­gen auf­ge­baut sind. Nur der Pool, der ist ein­fach eine rie­si­ge Ent­täu­schung, wie ich schon 2017 auf der AIDA­bel­la fest­stel­len könnte.

Wer sich die­ses Kon­zept aus­ge­dacht hat, das ist mir ein abso­lu­tes Rät­sel. Selbst viel klei­ne­re Schif­fe haben da ein grö­ße­res Schwimm­becken. Auf mei­ner Fahrt nach Skan­di­na­vi­en war es zu kalt zum Baden, aber ich möch­te mir gar nicht vor­stel­len, was hier bei war­men Wet­ter los ist. Man kann größ­ten­teils höch­stes etwas durchs Was­ser waten, plant­schen oder gar schwim­men ist unmöglich.

Anson­sten ist das Deck recht schön gestal­tet. So gibt es sogar Strand­kör­be und auch einen Aus­guck mit Fern­glas am Bug. Lei­der ist der Groß­teil des Decks jedoch ver­glast, sodass man hier kei­ne schö­ne Sicht zum Foto­gra­fie­ren hat, zumal die Schei­ben oft auch ver­schmutzt sind.

Eine wei­te­re Beson­der­heit auf der AIDA Schif­fen ist das FKK-​Deck. Das fehlt natür­lich auch nicht auf der AIDA­mar. In die­sem etwas abge­schirm­ten Bereich darf man sich auch völ­lig frei son­nen oder die zwei Whirl­pools nutzen.

Neben aller­lei moder­nen Ange­bo­ten sind aber auch klas­si­sche Kreuz­fahrt­spie­le wie Shuff­le­bord auf der AIDA­mar zu finden.

Für Well­ness, Spa und Sport gibt es das Body & Soul Spa an Bord. Wäh­rend der Fit­ness­be­reich kosten­frei zugäng­lich ist, kostet der Zutritt zum Spa Geld. Zwi­schen 15 und 25 Euro wer­den für ein vier­stün­di­ges Zeit­fen­ster fäl­lig, je nach Tages­zeit und Aus­la­stung. Einen Ein­blick in das SPA gibt es in mei­nem Review der AIDA­bel­la, wo die­ser Bereich ähn­lich aus­ge­stat­tet ist.

Kosten­frei zugäng­lich ist der rie­si­ge Fit­ness­be­reich. Ich ken­ne sonst kaum ein Schiff, dass der­ar­tig viel Platz für ein Fit­ness­cen­ter bereit­stellt. Anschei­nend wird das von der AIDA-​Klientel aber aus­gie­big genutzt. Es gibt Berei­che mit Cross­trai­nern, Gewich­te oder auch einen Raum für Gym­na­stik. Dazu ist von vie­len Gerä­ten ein schö­ner Blick auf den Oze­an gegeben.

AIDAmar – Bars und Restaurants

Bars: An Bord der AIDA­mar befin­den sich zwölf ver­schie­de­ne Bars und Cafés. Eine Bar, die AIDA Bar, gibt es an Bord aller Schif­fe. Wei­ter­hin gibt es die Any­ti­me Bar, die Mar-​Bar und natür­lich auch eine Poolbar.

Eben­falls auf der AIDA­mar zu fin­den ist das Café Mare, das Kaf­fee­spe­zia­li­tä­ten, Tee oder auch hei­ße Scho­ko­la­de ser­viert. Am Nach­mit­tag gibt es hier dazu ein kosten­lo­ses Kuchenangebot.

Eine gro­ße Aus­wahl an Wei­nen ist dage­gen in der Vino­thek zu fin­den, die sich in der Nähe des Thea­tri­ums befindet.

Buf­fet­re­stau­rants: Ins­ge­samt gibt es drei Buf­fet­re­stau­rants auf der AIDA­mar. Das Markt Restau­rant, das es übri­gens auf allen AIDA Schif­fen gibt, ist das größ­te Restau­rant. Hier wer­den alle Mahl­zei­ten vom Früh­stück über Mit­tag und Abend­essen ser­viert. Es gibt auch ein spe­zi­el­les Kinderbuffet.

Der Klas­si­ker auf den AIDA Schif­fen ist übri­gens die­ser Besteck­stän­der, den es so nur bei die­ser Ree­de­rei gibt. Ich bin kein gro­ßer Fan, denn das Besteck steht hier offen auf den Tischen her­um, was ich recht unhy­ge­nisch fin­de. Bei allen ande­ren Ree­de­rei­en, die ich ken­ne, ist es dage­gen ein­zeln zu ent­neh­men oder mei­stens sogar in eine Ser­vi­et­te gewickelt. Anschei­nend gibt es aber sogar Fans des Besteck­stän­ders, denn man kann sich sein per­sön­li­ches Exem­plar auch nach Hau­se lie­fern lassen.

Das zwei­te Restau­rant ist das Bel­la Don­na, das sich mehr auf medi­ter­ra­ne Küche spe­zia­li­siert hat. Zumin­dest am Abend gibt es hier ein abge­wan­del­tes Menü zum Markt Restau­rant, das mehr auf ita­lie­ni­sche Spei­sen aus­ge­rich­tet ist.

Buf­fet­re­stau­rant Num­mer drei ist das East Restau­rant, das regu­lär nur am Abend geöff­net ist und asia­ti­sche Küche ser­viert. Die Spei­sen vari­ie­ren zwi­schen chi­ne­si­scher, japa­ni­scher oder auch indo­ne­si­scher Küche.

À la car­te Restau­rants: An Bord der AIDA­mar gibt es drei à la car­te Restau­rants. Das Ros­si­ni ist auch eine Insti­tu­ti­on auf den AIDA Schif­fen und hier gibt es Gour­met­kü­che vom Fein­sten. Weder Spei­sen noch Geträn­ke sind inklu­diert und wer­den sepa­rat auf dem Bord­kon­to abgerechnet.

Außer­dem gibt es das Buf­fa­lo Steak Hou­se, das sich auf Fleisch­spei­sen spe­zia­li­siert hat. Ob Rind oder Bison, das Fleisch wird indi­vi­du­ell und nach Wunsch zube­rei­tet und mit Bei­la­gen ser­viert. Dafür wird ein Auf­preis berech­net, eben­so für die Getränke.

In das East Restau­rant ist die Sushi-​Bar inte­griert, deren Spei­sen und Geträn­ke, im Gegen­satz zum Buf­fet­an­ge­bot, nicht inklu­diert sind.

Spe­zia­li­tä­ten­re­stau­rants: Neben den o.g. Restau­rants gibt es noch zwei Spe­zia­li­tä­ten­re­stau­rants an Bord der AIDA­mar, in denen das Essen am Platz ser­viert wird, aber inklu­si­ve ist. Die Geträn­ke wer­den aller­dings sepa­rat berech­net. Eines die­ser Restau­rants ist das Best Bur­ger @ Sea, das auf Bur­ger und Bei­la­gen spe­zia­li­siert ist.

Dazu gibt es noch das Brau­haus, in dem herz­haf­te Spe­zia­li­tä­ten ser­viert wer­den. Hier ist auch eine eige­ne Braue­rei ange­schlos­sen, in der meh­re­re Bie­re an Bord her­ge­stellt werden.

Snacks: Zusätz­lich zu den Restau­rants gibt es ein brei­tes Ange­bot an Snacks, die täg­lich wech­seln. So gab es auf mei­ner Rei­se zum Bei­spiel die Schar­fe Ecke, wo Cur­ry­wurst ser­viert wurde.

AIDAmar – Crew/​ Service an Bord

Der Ser­vice an Bord war durch­aus freund­lich, aller­dings nicht so per­sön­lich wie auf ande­ren Schif­fen. In den Buf­fet­re­stau­rants gibt es kei­ner­lei am Platz Ser­vice, hier räumt das Per­so­nal ledig­lich ab. Auch der Kabi­nen­ser­vice ist etwas weni­ger indi­vi­du­ell als ich es von ande­ren Schif­fen gewohnt bin. Wahr­schein­lich sind die Ste­wards hier für mehr Kabi­nen zustän­dig. Dazu fin­det der vol­le Ser­vice nor­ma­ler­wei­se nur ein­mal täg­lich statt und es gibt kei­ne klei­nen Auf­merk­sam­kei­ten wie Betthupferl.

AIDAmar – was mir nicht gefallen hat

Ich war zuvor nur auf der klei­ne­ren AIDA­vi­ta unter­wegs und habe mir die AIDA­bel­la ange­schaut. Sowohl auf mei­nen Rei­sen als auch bei der Besich­ti­gung haben mich eini­ge Din­ge gestört und das war auch bei die­ser Rei­se der Fall. So möch­te ich kurz auf die Din­ge ein­ge­hen, die ich für ver­bes­se­rungs­wür­dig halte.

Check-​in: Der Check-​in in War­ne­mün­de war ein­fach nur chao­tisch. Zwar haben wir uns vor der Rei­se ein Zeit­fen­ster aus­su­chen kön­nen, doch funk­tio­niert hat das über­haupt nicht. In jeder der Grup­pen waren ein­fach viel zu vie­le Leu­te, die vor dem Ter­mi­nal anste­hen muss­ten. Pünkt­lich ging der Check-​in auch nicht von­stat­ten. Im Ter­mi­nal lief es zwar flüs­si­ger, aber da das Per­so­nal die Pas­sa­gie­re nicht rich­tig durch die ein­zel­nen Sta­tio­nen lei­te­te, stau­ten sich die Men­schen immer wie­der vor der Tür. Beson­ders für älte­re Pas­sa­gie­re, aber auch für Fami­li­en, war der gesam­te Check-​in Pro­zess eine Zumu­tung, da es auch kaum Sitz­mög­lich­kei­ten gab. Das könn­te defi­ni­tiv bes­ser orga­ni­siert werden.

Bet­ten: Die Bet­ten in den Kabi­nen habe ich als extrem hart emp­fun­den, sodass ich hier nicht gut schla­fen konn­te. Es fühl­te sich fast wie auf einem Brett an. Zum Glück konn­te mein Kabi­nen­ste­ward mir einen Top­per brin­gen. Die soll­ten eigent­lich auch online vor­be­stell­bar sein, die­ser Ser­vice wur­de auf mei­ner Rei­se jedoch nicht angeboten.

Dazu bestehen die Bet­ten aus zwei Matrat­zen, obwohl die Bet­ten nicht geteilt wer­den kön­nen. Es gibt auch kei­nen flie­ßen­den Über­gang, sodass man nicht die vol­le Brei­te des Bet­tes nut­zen kann.

Rau­chen: Natür­lich gibt es an Bord von Kreuz­fahrt­schif­fen auch Rau­cher. Nor­ma­ler­wei­se wer­den dafür Zonen an Deck aus­ge­wie­sen, die man als Nicht­rau­cher auch gut umge­hen kann. Bei den mei­sten Ree­de­rei­en ist es inzwi­schen aller­dings unter­sagt, auf Bal­ko­nen zu rau­chen. Nicht so aber bei AIDA Crui­ses. So kann man, wie in mei­nem Fall, das Pech haben, einen Ket­ten­rau­cher neben­an zu haben und so den eige­nen Bal­kon kaum nut­zen zu kön­nen, ja nicht mal die Bal­kon­tür offen­zu­las­sen, ohne dass Rauch hin­ein­zieht. Das ist für mich abso­lut nicht mehr zeit­ge­mäß, zumal das Rau­chen auf Bal­ko­nen auch ein erhöh­tes Sicher­heits­ri­si­ko ist. Solan­ge sich die­ser Zustand nicht ändert, wür­de ich bei AIDA kein Geld mehr für eine Bal­kon­ka­bi­ne ausgeben.

Buf­fets: Mir war natür­lich von vorn­her­ein bekannt, dass es bei AIDA inklu­dier­te Spei­sen nur in Buf­fet­form gibt. Ich per­sön­lich gehe beson­ders am Abend auch ger­ne ein­mal ins Restau­rant, was bei AIDA jedoch nur gegen Auf­preis mög­lich ist. Auf der AIDA­mar gibt es drei ver­schie­de­ne Buf­fet­re­stau­rants, die am Abend ver­schie­de­ne Ange­bo­te haben, tags­über aber das­sel­be Essen ser­vie­ren. Zu den Stoß­zei­ten kann es hier aller­dings sehr voll wer­den, sodass man einen Tisch durch­aus suchen muss. Das ist beson­ders bei Allein­rei­sen­den recht pro­ble­ma­tisch, da man sich schlecht etwas nach­ho­len kann, weil zwi­schen­durch manch­mal schon ande­re Gäste am Tisch Platz neh­men. Wäh­rend ich mich über die Qua­li­tät der Spei­sen nicht beschwe­ren kann, wür­de ich mir ein bes­se­res Manage­ment der Gäste wün­schen. Viel­leicht eine Anzei­ge, wie voll ein Restau­rant ist oder eben auch län­ge­re Öffnungszeiten.

AIDAmar – Fazit

Die Rei­se nach Schwe­den hat Spaß gemacht und die AIDA­mar ist sicher­lich nicht das schlech­te­ste Kreuz­fahrt­schiff, auf dem ich je unter­wegs war. Trotz­dem hat mich AIDA auch auf die­ser Rei­se nicht voll­ends über­zeugt. Eini­ge mei­ner Kri­tik­punk­te habe ich bereits wei­ter oben ange­spro­chen. Ande­re sind noch immer vali­de, seit­dem ich zum ersten Mal mit AIDA unter­wegs war. Dazu gehört eben auch, dass das inklu­dier­te Ange­bot nur Buf­fet­re­stau­rants beinhal­tet. Bes­ser als gedacht fand ich hin­ge­gen das Thea­tri­um, das ich erst­ma­lig live erle­ben konn­te. Auch die Shows sind gegen­über mei­nen ersten Rei­sen sehr viel bes­ser gewor­den und haben mir sehr gut gefal­len. Eben­so die Ver­an­stal­tun­gen wie die täg­li­che Talk­run­de mit einem Mit­glied der Crew.

Wür­de ich wie­der mit AIDA fah­ren? Wahr­schein­lich schon, wenn es einen Grund dafür gäbe. Der könn­te eine beson­de­re Rou­te oder ein beson­de­rer Anlass sein. Aktiv nach Rei­sen mit AIDA suchen wür­de ich aber wohl auch nach die­ser Kreuz­fahrt eher nicht. Das liegt vor allem dar­an, dass ich Bal­kon­ka­bi­nen bevor­zu­ge, die­se aber hier nicht rauch­frei garan­tiert wer­den, und an den recht hohen Auf­schlä­gen für Allein­rei­sen­de. Da müss­te AIDA in mei­nen Augen auf jeden Fall noch nach­bes­sern, bevor man mich als regel­mä­ßi­gen Kun­den gewin­nen würde.

Wei­te­re Arti­kel zu die­ser Reise:

Rei­se­be­richt: Bey­ond the Sea – mit der AIDA­mar von War­ne­mün­de nach Schweden

Ein­lei­tung: Bey­ond the Sea – mit der AIDA­mar von War­ne­mün­de nach Schweden

Review: AIDA­mar, Aida Cruises

Review: Motel One, Rostock

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

4 Antworten

  1. Viator sagt:

    ein schö­ner, gut recher­chier­ter Bericht über die Aida Mar, woll­te ich noch anfügen.

  2. Viator sagt:

    Da ich zu den „Viel­fah­rern” auf Aida gehö­re, kann ich eige­nes zu den Anmer­kun­gen sagen. Besteck­stän­der und Hygie­ne kann ich so nicht ganz nach­voll­zie­hen. Wäh­rend der Pan­de­mie wur­den die­se abge­schafft, Das „grab­beln” in den Besteck­kä­sten fand ich deut­lich unan­ge­neh­mer und war froh, als die Besteck­stän­der wie­der da waren. Die „har­te” Matrat­ze kann ich nicht nach­voll­zie­hen. Ich schla­fe auf die­sen sehr gut und emp­fin­de sie abso­lut kom­for­ta­bel. Das mit der Grö­ße des Pools ist völ­lig rich­tig wie­der­ge­ge­ben. Seit dem Tod mei­ner Frau bin ich auch allein Rei­sen­der, habe es aber nie erlebt, dass mein Platz am Tisch, wenn ich mir noch etwas nach­ho­le, besetzt war. Das Aida bei Ein­zel­rei­sen­den rich­tig zulangt, erle­be ich jetzt auch, häu­fig kann man etli­che Rei­sen als Ein­zel­per­son nicht buchen (wenn man „bekannt” ist, geht es tele­fo­nisch doch noch). Cha­os beim CheckIn habe ich sel­ten erlebt, darf aber auch als Viel­fah­rer die „Prio­ri­ty Line” benutzen

    • Betty sagt:

      Zum Besteck: Ich ken­ne es von ande­ren Crui­se­li­nes (auch deut­schen Schif­fen, wie Nicko Crui­ses) so, dass das Besteck ein­zeln in Stoff­ser­vi­et­ten gewickelt ist. Man berüht also zu kei­ner Zeit das Besteck.
      Zur Matrat­ze: Das ist halt eine per­sön­li­che Vor­lie­be und ich fand sie sehr hart und konn­te da über­haupt nicht schla­fen. Da es aber den Top­per gab, war es für mich ok.
      Zum Tisch: Das mit dem Abräu­men habe ich über die Jah­re lei­der schon öfter erlebt. Aber nicht nur bei AIDA, auch in so man­chem Hotel.
      Das mit dem Check-​in Cha­os war natür­lich eine Moment­auf­nah­me auf mei­ner Rei­se. Das kann auf der näch­sten Tour ganz anders aus­ge­se­hen haben. Auf mei­ner Rei­se war es aber nicht sehr gut, vor allem für älte­re Rei­sen­de ein­fach eine Zumutung.
      Ich kann ja beim Flie­gen fast immer Prio­ri­ty nut­zen und das macht auf jeden Fall einen Unterschied. 😀

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