Hotel Goldener Hirsch, a Luxury Collection Hotel, Salzburg, Österreich

Das Hotel Gol­de­ner Hirsch ist ein Luxus­ho­tel in der histo­ri­schen Alt­stadt von Salz­burg. Es befin­det sich in einem Ensem­ble von Gebäu­den, das direkt an die Getrei­de­gas­se grenzt und wur­de kürz­lich neu reno­viert wiedereröffnet.

Hotel Goldener Hirsch, Salzburg – Lage

Die Getrei­de­gas­se ist Salz­burgs berühm­te­ste histo­ri­sche Gas­se und das Herz der Alt­stadt. Immer noch so eng wie im Mit­tel­al­ter, ist die Gas­se heu­te eine Fuß­gän­ger­zo­ne, die vor allem von Geschäf­ten gesäumt wird. Auch das Geburts­haus von Wolf­gang Ama­de­us Mozart befin­det sich hier und das Hotel Gol­de­ner Hirsch, das zu den fein­sten Unter­künf­ten in Salz­burg zählt.

Das Hotel nimmt heu­te meh­re­re histo­ri­sche Häu­ser ein und die Geschich­te des Haupt­hau­ses lässt sich bis auf das Jahr 1407 zurück­ver­fol­gen. Im Jahr 1671 taucht zum ersten Mal der Name „Zum Gül­de­nen Hir­schen” in der Stadt­chro­nik auf und 1857 wird ein Restau­rant auf der Sei­te eröff­net, die an den Herbert-​von-​Karajan-​Platz grenzt und das heu­te noch als Hotel­re­stau­rant exi­stiert. Auf­grund sei­ner pro­mi­nen­ten Lage war und ist das Hotel auch bei Pro­mi­nen­ten beliebt. Auf der Gäste­li­ste stan­den schon Arnold Schwar­zen­eg­ger, Köni­gin Sophia von Spa­ni­en, Prinz Charles, Mar­gret That­cher, Hil­de­gard Knef, Romy Schnei­der oder Tho­mas Gottschalk.

Hotel Goldener Hirsch, Salzburg – Check-​in und Lobby

Das Hotel kann sowohl von der Getrei­de­gas­se als auch von der Rück­sei­te am Herbert-​von-​Karajan-​Platz betre­ten wer­den. Die Rück­sei­te ist mit dem Auto zu errei­chen und hier befin­det sich auch das Valet Par­king. Von bei­den Ein­gän­gen wird die klei­ne Lob­by erreicht, die über eine klei­ne Sitz­ecke ver­fügt. Von hier gelan­ge ich zur Rezep­ti­on im Nebenraum.

An der Rezep­ti­on wer­de ich super freund­lich begrüßt. Der Ser­vice hier ist wirk­lich toll. Ich kann das Per­so­nal des Hotels ein­fach nur loben. Gleich beim Check-​in wird mir mit­ge­teilt, dass ich ein Upgrade auf eine Juni­or Suite erhal­ten habe. Als ich das Hotel gebucht hat­te, gab es bei Mar­riott ein Ange­bot, dass man bei Buchun­gen der Luxus­mar­ken 50 Euro Zim­m­er­kre­dit bekommt. Auch die­se ste­hen mir zur Ver­fü­gung. Wei­ter­hin erhal­te ich eine Zim­mer­kar­te zum Öff­nen der Suite, doch der Gol­de­ne Hirsch hat noch ein ganz beson­de­res Feature.

Die Zim­mer las­sen sich nicht nur elek­tro­nisch, son­dern auch ganz klas­sisch mit einem Schlüs­sel öff­nen. Das wur­de auch nach der umfas­sen­den Reno­vie­rung bei­be­hal­ten. Eigent­lich, so wird mir erklärt, ver­sto­ße das gegen die Bedin­gun­gen von Mar­riott, aber der Gol­de­ne Hirsch ist eines von nur zwei Hotels im gesam­ten Port­fo­lio, in dem noch immer Schlüs­sel für die Zim­mer genutzt wer­den kön­nen. Das zwei­te Hotel befin­det sich übri­gens in Venedig.

Hotel Goldener Hirsch, Salzburg – Öffentliche Räume

Da sich das Hotel über drei histo­ri­sche Gebäu­de erstreckt, ist es etwas ver­win­kelt und der Weg zum Zim­mer erfolgt über eini­ge inter­es­san­te Gän­ge. Es gibt sogar zwei von­ein­an­der unab­hän­gi­ge Fahr­stüh­le, da über einen Fahr­stuhl­schacht nicht alle Zim­mer erreicht wer­den kön­nen. Eini­ge Zim­mer haben dadurch aber nur einen Blick auf einen Innen­hof wie diesen.

Die Kor­ri­do­re sind sehr indi­vi­du­ell deko­riert und über­all gibt es etwas zu ent­decken. So fin­den sich Wand­tep­pi­che, histo­ri­sche Foto­gra­fien oder klei­ne Vitrinen.

Als klei­ner Auf­ent­halts­raum fun­giert die Biblio­thek, die ganz­tä­gig für Gäste geöff­net ist.

Sogar eine musea­le Aus­stel­lung ist im Hotel zu fin­den. So wur­den wäh­rend Reno­vie­rungs­ar­bei­ten uralte Scher­ben und Gefä­ße gefun­den, denn Salz­burg war schon zur Zeit der Römer besiedelt.

Gleich dane­ben the­ma­ti­siert eine wei­te­re Vitri­ne die berühm­ten Gäste des Hau­ses. In den Gäste­bü­chern des Hotels sind sie alle registriert.

Hotel Goldener Hirsch, Salzburg – Junior Suite

Mei­ne Juni­or Suite befin­det sich in der ober­sten Eta­ge des hin­te­ren Hau­ses, das zum Kara­jan Platz zeigt. Durch das histo­ri­sche Gebäu­de sind alle Zim­mer recht indi­vi­du­ell geschnit­ten und nur in der Aus­stat­tung mit­ein­an­der vergleichbar.

Mei­ne Suite emp­fängt mich mit einem klei­nen Ein­gangs­be­reich. Schon hier sehe ich, das die Ein­rich­tung sehr viel Wert auf Holt und Holz­tö­ne legt. Links neben dem Ein­gang befin­det sich ein drei­tei­li­ger Klei­der­schrank, dane­ben eine offe­ne Gar­de­ro­be. Rechts liegt der Zugang zum Bad.

Der Haupt­raum der Juni­or Suite ist nicht unter­teilt, was auf­grund der Grö­ße aber auch ver­ständ­lich ist. Die Suite ist nicht son­der­lich groß, was wohl auch auf die histo­ri­schen Gege­ben­hei­ten zurück­zu­füh­ren ist und dar­auf, dass ich mich in der ober­sten Eta­ge befin­de. Die Ein­rich­tung ist kom­plett im alpi­nen Stil gehal­ten. Das muss man mögen, aber mir gefällt es, da es an kei­ner Stel­le über­trie­ben wirkt.

Das wich­tig­ste Möbel­stück der Suite ist natür­lich das Dop­pel­bett, das eine sehr schö­ne Grö­ße hat und super bequem ist. Ich habe sel­ten in Euro­pa ein so tol­les Hotel­bett gehabt. Am aller­be­sten aber ist die Bett­wä­sche. Ein­fach nur wow, denn die ich so ange­nehm, dass ich sie am lieb­sten gleich ein­ge­packt hät­te. Ich habe noch in kei­nem Fünf-​Sterne-​Hotel solch tol­le Bett­wä­sche gehabt.

Schön sind auf die vie­len klei­nen Details wie histo­ri­sche Licht­schal­ter zum Dre­hen oder das Wählscheibentelefon.

Wie es sich für eine Juni­or Suite gehört, gibt es natür­lich auch eine Sitz­ecke. Die­se besteht aus zwei beque­men Ses­seln und einem klei­nen Tisch sowie einer Anrich­te. Das schwar­ze Bild an der Wand ist übri­gens der rie­si­ge Flach­bild­fern­se­her, der so dezent in das Zim­mer ein­ge­fügt wurde.

Beson­ders für All­er­gi­ker und emp­find­li­che Per­so­nen inter­es­sant, dass im Zim­mer ein Luft­rei­ni­ger zur Ver­fü­gung steht. Ein wirk­lich tol­ler Ser­vice. Auch hier wur­de wie­der an der Kom­fort der Gäste gedacht, denn in Zei­ten der Coro­na­pan­de­mie legen vie­le Gäste auf mehr Sicher­heit Wert und die­se Fil­ter rei­ni­gen die Luft von Viren, Bak­te­ri­en oder eben auch Pollen.

Zusätz­lich steht auch Des­in­fek­ti­ons­mit­tel im Spen­der und als Tücher für unter­wegs bereit. Hier wur­de wirk­lich an alles gedacht, um den Auf­ent­halt so ange­nehm wie mög­lich zu machen.

Selbst die Kaf­fee­ma­schi­ne ist abge­stimmt auf die Ein­rich­tung im Retro-Stil.

Hin­ter den Türen der Anrich­te befin­det sich die gut aus­ge­stat­te­te Mini­bar, in der sogar eine gro­ße Fla­sche Cham­pa­gner zu fin­den ist.

Auf dem Tisch fin­de ich ein klei­nes Begrü­ßungs­prä­sent vor, bestehend aus Obst­tel­ler und Karte.

An der Wand neben dem Bett steht ein wei­te­rer Schrank, der wie eine klei­ne Anti­qui­tät wirkt. Dane­ben befin­det sich der Schreib­tisch, der mit einem wei­te­ren beson­de­ren Fea­ture aufweist.

Klappt man die Deck­plat­te des Tisches auf, ver­birgt sich dar­un­ter ein Spie­gel und lässt den Schreib­tisch so zum Fri­sier­tisch werden.

Mei­ne Suite befin­det sich, wie schon ein­gangs erwähnt, im hin­te­ren Gebäu­de, das von der Getrei­de­gas­se abge­wandt ist. Durch mei­ne Lage im ober­sten Stock­werk kann ich so aller­dings die Burg über den Dächern der gegen­über­lie­gen­den Gebäu­de erkennen.

Auch der Mönch­berg mit sei­ner Tun­nel­durch­fahrt liegt genau in mei­nem Blickfeld.

Das Bad ist eben­so mit viel Lie­be zum Detail gestal­tet wor­den wie das Zim­mer. Beson­ders gefal­len mir die bron­ze­far­be­nen Arma­tu­ren, für die ich eine beson­de­re Vor­lie­be habe.

Pas­send zu einer Suite gibt es einen Dop­pel­wasch­tisch, sehr vie­le Hand­tuch­hal­ter, Kos­me­tik­spie­gel und vie­le wei­te­re Details.

Eini­ge der Hygie­ne­pro­duk­te, die übri­gens in sehr guter Aus­wahl vor­han­den sind, sind, wie bei Luxu­ry Coll­ec­tion üblich, von Byre­do. Sham­poo, Dusch­gel und Con­di­tio­ner stam­men aller­dings aus dem Hau­se Lali­que und haben eine wirk­lich tol­le Qualität.

Wei­ter­hin ist das Bad mit einer Bade­wan­ne sowie einer sepa­ra­ten Dusche aus­ge­stat­tet, die über zwei Dusch­köp­fe ver­fügt. Alles ist wirk­lich peni­bel sau­ber und macht einen sehr gepfleg­ten Eindruck.

Die Toi­let­te befin­det sich im hin­te­ren Teil des Bades in einem abge­trenn­ten Raum. In das Toi­let­ten­becken inte­griert ist eine japa­ni­sche Toi­let­te, etwas, das man in Euro­pa auch äußerst sel­ten sieht.

Hotel Goldener Hirsch, Salzburg – Bar und Restaurant

Zum Hotel gehö­ren eine Bar sowie zwei Restau­rants sowie eine Bar, wobei das Edel­re­stau­rant Gol­de­ner Hirsch wäh­rend mei­nes Auf­ent­hal­tes lei­der geschlos­sen war.

Etwas lege­rer ist das Restau­rant Herzl, das bereits seit 1857 exi­stiert und an den Kara­jan Platz angrenzt. Im Som­mer gibt es eine schö­ne Außen­ter­ras­se, auf der auch ich gut gespeist habe.

Hotel Goldener Hirsch, Salzburg – Frühstück

Das Hotel bie­tet jeden Mor­gen ein kosten­pflich­ti­ges Früh­stück an, das in einem sepa­ra­ten Raum im ersten Ober­ge­schoss ser­viert wird. Neben einem klei­nen Buf­fet, auf dem Jogurt, Cerea­li­en und Säf­te zu fin­den sind, wer­den die mei­sten Spei­sen à la car­te serviert.

Hotel Goldener Hirsch, Salzburg – Fazit

Mir hat mein Auf­ent­halt im Hotel Gol­de­ner Hirsch in Salz­burg aus­ge­zeich­net gefal­len. Das Hotel wur­de wirk­lich mit viel Lie­be zum Detail reno­viert und ist eine klei­ne Oase mit­ten in der Alt­stadt. Dadurch sind alle Zie­le sehr gut fuß­läu­fig erreich­bar, trotz­dem ist eine direk­te Anfahrt mit dem Auto über die Rück­sei­te mög­lich. Nicht genug loben kann ich auch das sehr zuvor­kom­men­de Per­so­nal, das sich wirk­lich um die Gäste geküm­mert hat und auch klei­ne Wün­sche ger­ne erfüll­te. Im Hotel Gol­de­ner Hirsch wür­de ich sofort wie­der über­nach­ten, das steht für mich außer Frage.

Eine klei­ne Anmer­kung muss ich aber noch zum Par­ken machen. Wie schon in Inns­bruck ist Par­ken auch in Salz­burg sehr teu­er. Das Hotel berech­net saf­ti­ge 35 Euro für das Valet Par­king. Alter­na­tiv gibt es eine Park­mög­lich­keit im öffent­li­chen Park­haus im Mönchs­berg, das sich nur weni­ge Fuß­mi­nu­ten ent­fernt befin­det und mit nur 22 Euro zu Buche schlägt.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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