Renaissance London Heathrow Hotel

Das Renais­sance Lon­don Heath­row Hotel ist eines von vie­len Flug­ha­fen­ho­tels am größ­ten Lon­do­ner Air­port. An der Bath Road und in der Nähe der Ter­mi­nal 2 und 3 gele­gen, ist das Hotel eine von unzäh­li­gen Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten, zwi­schen denen Pas­sa­gie­re die Qual der Wahl haben.

Ich habe schon eini­ge Hotels am Flug­ha­fen Heath­row vor­ge­stellt, dar­un­ter das Hil­ton Gar­den Inn, das Moxy Hotel oder das Mar­riott Heathrow/​ Wind­sor, und in noch viel mehr Hotels über­nach­tet. Im Renais­sance Hotel habe ich auch schon ein­mal genäch­tigt, aber das ist schon so lan­ge her, dass ich mich kaum noch erin­ne­re. Zeit also, dem Hotel einen wei­te­ren Besuch abzustatten.

Renaissance London Heathrow Hotel – Check-​in und Lobby

Ich errei­che das Hotel mit dem Miet­wa­gen, den ich auf dem Hotel­park­platz abstel­le. Von hier bege­be ich mich direkt in die Lob­by. Das Hotel wur­de bereits 1973 erbaut und das sieht man dem Gebäu­de, zumin­dest außen, inzwi­schen auch an. Die 1.734 Zim­mer sind aller­dings 2015 zum letz­ten Mal reno­viert wor­den, lan­ge, nach­dem ich zuletzt im Hotel war.

Die Lob­by besteht aus einem rie­si­gen Raum mit sehr viel Platz. Den braut es auch, denn hier ist fast immer etwas los. So wer­den auch oft Per­so­nen unter­ge­bracht, die ihre Flü­ge ver­passt haben.

An der Rezep­ti­on wer­de ich freund­lich begrüßt und mir wird für mei­ne Loya­li­tät zu Mar­riott als Pla­ti­num Mem­ber gedankt. Außer­dem wird mir mit­ge­teilt, dass ich ein Upgrade auf einen Run­way View Room bekom­men habe. Dazu wäh­le ich das Früh­stück als Sta­tus Benefit.

In der Lob­by gibt es dazu unzäh­li­ge Sitz­ecken, die oft auch mit Gästen besetzt sind, die auf ihr Shut­tle oder den Check-​in warten.

Renaissance London Heathrow Hotel – Superior Zimmer mit Runway View

Mit dem Fahr­stuhl geht es für mich in den zwei­ten Stock, wo sich mein Zim­mer befin­det. Die Flu­re sind recht hell und modern, man sieht hier, dass erst vor weni­gen Jah­ren reno­viert wurde.

Das Zim­mer emp­fängt mich mit einem klei­nen Vor­raum, von dem rechts das Bad abgeht. An der lin­ken Wand befin­det sich ein Wand­schrank und dane­ben die Minibar.

Der erste Blick ins Zim­mer zeigt einen recht kom­pak­ten Raum. Ich fin­de das Zim­mer doch eher klein und man sieht hier auch, dass die Ein­rich­tung schon ein paar Jah­re alt ist. So ganz modern wirkt der Raum nicht mehr.

Das Bett ist bequem und es gibt auch aus­rei­chend Kis­sen. Dazu sind zumin­dest auf einer Bett­sei­te Steck­do­sen vor­han­den. Wie­so nur eine Sei­te Strom bereit­hält, die ande­re dafür die Licht­schal­ter für das Zim­mer, erschließt sich mir nicht so ganz.

Zwi­schen Bett und Fen­ster steht noch etwas ein­ge­zwängt ein Ses­sel mit Hocker.

An der gegen­über­lie­gen­den Wand hängt ein klei­ner Schreib­tisch und dane­ben befin­det sich eine Abla­ge mit dem Fernseher.

Dazu gibt es einen Was­ser­ko­cher mit Kaf­fee und Tee sowie zwei kosten­freie Fla­schen Was­ser und einen Kühlschrank.

Ganz gespannt gehe ich schließ­lich zum Fen­ster, denn von hier soll ich ja einen tol­len Run­way View haben … und wer­be herb ent­täuscht. Nennt man allen Ern­stes einen schö­nen Run­way View? Die­ses Zim­mer befin­det sich im zurück­ge­setz­ten Teil des Hotels und ein Teil mei­nes Blicks reicht auf eine Wand mit Fen­stern. Ja, es ist ein Stück vom Flug­ha­fen Heath­row zu sehen, aber mit­nich­ten die gan­ze Run­way. Lan­den­de oder star­ten­de Flug­zeu­ge kann man über­haupt kaum sehen, denn an die­sem Ende ist fast nichts los.

Sehr kom­pakt ist auch das Bad. Es gibt einen Wasch­tisch mit aus­rei­chend Abla­ge und eine recht geräu­mi­ge Dusche, aller­dings nur mit hal­ber Glas­wand, sodass man mal wie­der das hal­be Bad unter Was­ser setzt. Auch die Häh­ne sind nicht beson­ders gut instal­liert, vor allem da es eine Regen­du­sche gibt.

Die Hygie­ne­pro­duk­te stam­men, wie bei Renais­sance Hotels üblich, von Tokyo Milk. Ich mag die Mar­ke eigent­lich, jedoch gibt es hier inzwi­schen auch die­se Spen­der und die sind mal wie­der ziem­lich ver­klebt und man kann sie sogar ganz leicht öff­nen. Das mag viel­leicht umwelt­freund­lich sein und auch spar­sam, aber hygie­nisch ist es auf kei­nen Fall.

Renaissance London Heathrow Hotel – Executive Lounge

Das Renais­sance Hotel ver­fügt über eine Exe­cu­ti­ve Lounge, die sich im drit­ten Stock befin­det. Eigent­lich hät­te ich ja erwar­tet, wenig­stens auf die­sem Flur einen Exe­cu­ti­ve Room zu bekom­men, aber mit dem Pla­ti­num Sta­tus bekom­me ich so oder so Loungezutritt.

Die Lounge ist dann aller­dings auch eher ent­täu­schend. Sie besteht aus einem ein­zi­gen klei­nen Raum mit meh­re­ren Sitz­ecken und Tischen mit Stüh­len. Ins­ge­samt ist die Lounge aber viel zu klei­ne für die Grö­ße des Hotels.

Noch ent­täu­schen­der ist aller­dings das Ange­bot zur abend­li­chen Cock­tail Hour. Wer sein Glas Wein trin­ken möch­te, der ist viel­leicht noch gut auf­ge­ho­ben, aber die Snacks sind doch mehr als dürf­tig. Es gibt ledig­lich ein Tablett mit Käse und Cracken sowie eines mit Karot­ten­ku­chen. Dazu wird ein Tel­ler mit einem klei­nen Sand­wich, einem Chicken­wing, einer Früh­lings­rol­le und einem klei­nen Salat mit drei Shrimps serviert.

Nicht viel bes­ser sieht es am näch­sten Mor­gen beim Früh­stück aus. Es gibt ledig­lich etwas Auf­schnitt, Gebäck und Corn­flakes. Das war es auch schon. Wahr­lich ein Con­ti­nen­tal Breakfast.

Renaissance London Heathrow Hotel – Fitness

Einen Pool oder ande­re Well­ness­ein­rich­tun­gen gibt es im Renais­sance Hotel nicht, ledig­lich ein Fit­ness Cen­ter ist vorhanden.

Renaissance London Heathrow Hotel – Restaurant und Bar

Das Hotel­re­stau­rant und die Bar befin­den sich im Erd­ge­schoss gleich neben der Rezep­ti­on. Auf­grund mei­ner recht spä­ten Ankunft habe ich hier zu Abend geges­sen. Das Restau­rant war gut gefüllt und ich habe gera­de­so einen Platz bekommen.

Nach einem Blick in die Kar­te habe ich mich für die Fish&Chips ent­schie­den, die sehr gut geschmeckt haben.

Renaissance London Heathrow Hotel – Frühstück

Das Früh­stück wird in einem sepa­ra­ten Restau­rant ser­viert und ist kosten­pflich­tig. Ich bekom­me das Früh­stück jedoch als Sta­tus Bene­fit, zum Glück, denn wenn ich dafür hät­te mehr als zwan­zig Pfund bezah­len müs­sen, hät­te ich mich doch auch sehr geär­gert. Zunächst ein­mal war es bre­chend voll und die Kell­ner kamen kaum mit dem Abräu­men hin­ter­her. Auch sonst wur­de nur dürf­tig gerei­nigt und es ging zu wie auf einem Bahnhof.

Sehr mick­rig ist dann auch die Aus­wahl an Spei­sen und qua­li­ta­tiv auch nicht sehr hoch­wer­tig. Immer­hin kann ich Eier­spei­sen nach Wunsch bestel­len, ser­viert wer­den die­se aber nicht. Anson­sten gibt es die war­men Klas­si­ker, Auf­schnitt und alles ande­re sind aber sehr spär­lich und wer­den auch nicht adäquat nach­ge­füllt. Obst gibt es nur aus der Dose.

Renaissance London Heathrow Hotel – Fazit

Ich war von mei­nem Auf­ent­halt im Renais­sance Lon­don Heath­row Hotel recht ent­täuscht. Schon das Upgrade war dem Pla­ti­num Sta­tus eigent­lich nicht wür­dig, die Aus­sicht aus vie­len ande­ren Zim­mern wäre da viel bes­ser gewe­sen. Was aber gar nicht ging, gegen­über war eine Kam­mer des Hou­se­kee­ping und dort hat man bis spät am Abend gear­bei­tet und alle fünf Minu­ten die Tür geknallt. Und zwar so geknallt, dass man rich­tig hoch­ge­schreckt ist. Das geht ein­fach gar nicht und ich habe mich auch beschwert. Ein­zi­ge Reak­ti­on war, dass ich mich beim näch­sten Auf­ent­halt mel­den sol­le und dann ein bes­se­res Upgrade bekom­men würde.

Eben­falls ent­täu­schend war die Lounge. Sie ist klein und vor allem das Ange­bot ist doch sehr spär­lich, wie auch das Früh­stück im Restau­rant. Ledig­lich das Essen am Abend im Restau­rant war ganz gut, anson­sten war die gesam­te Ver­pfle­gung eher dürf­tig. Da wer­de ich beim näch­sten Mal wohl wie­der ein ande­res Hotel aus­wäh­len, am Flug­ha­fen Heath­row gibt es ja zum Glück genü­gend Auswahl.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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