Sheraton Hannover Pelikan Hotel

Neben dem Cour­ty­ard Maschsee gibt es in Han­no­ver noch ein wei­te­res Hotel von Mar­riott, das She­ra­ton Han­no­ver Peli­kan Hotel. Beson­ders die Geschich­te rund um das Gebäu­de hat mich neu­gie­rig gemacht, denn die Zim­mer befin­den sich in einem Teil der ehe­ma­li­gen Pelikan-​Fabrik in der nie­der­säch­si­schen Landeshauptstadt.

Sheraton Hannover Pelikan Hotel – Geschichte

Das heu­ti­ge Pelikan-​Viertel hat sei­ne Wur­zeln in der 1906 eröff­ne­ten Peli­kan Fabrik, die sich damals noch vor den Toren von Han­no­ver befand. Damals hieß die­ser Ort noch Klein-​Buchholz und wur­de ein Jahr nach Eröff­nung der Fabrik in Han­no­ver ein­ge­mein­det. Mit einer wei­te­ren Aus­deh­nung der Betriebs­flä­chen in den fol­gen­den Jah­ren ent­stand hier der größ­te Eisen­be­ton­bau in Deutschland.

Bis 1991 wur­de auf dem Gelän­de pro­du­ziert. Die 1838 vom Che­mi­ker Carl Horn­emann nahe Han­no­ver gegrün­de­te Fabrik stell­te hier die gesam­te Pro­dukt­pa­let­te des Unter­neh­mens her, das einst als Farben- und Tin­ten­fa­brik begon­nen hatte.

Nach Umstruk­tu­rie­rung und Ver­kauf des Unter­neh­mens wur­de der Stand­ort in Han­no­ver jedoch geschlos­sen und ab 1993 als Stadt­quar­tier revi­ta­li­siert. Die geschichts­träch­ti­gen Gebäu­de wur­den durch eini­ge Neu­bau­ten ergänzt, in denen sich heu­te Büros, Geschäf­te, Woh­nun­gen, Restau­rants und eben das She­ra­ton Hotel befinden.

Ein klei­nes Stück Peli­kan ist im Vier­tel jedoch erhal­ten geblie­ben und das befin­det sich im soge­nann­ten Tin­ten­turm. Hier gibt es ein Muse­um mit ange­schlos­se­nem Shop, das die Fir­men­ge­schich­te der Tra­di­ti­ons­mar­ke näher beleuchtet.

Sheraton Hannover Pelikan Hotel – Check-​in und Lobby

Der Ein­gang zum She­ra­ton Hotel befin­det sich mit­ten im Pelikan-​Viertel unter die­sem Glas­dach, das zwei Gebäu­de­be­rei­che mit­ein­an­der ver­bin­det. Mit etwas Glück fin­det man gleich an der Zufahrts­stra­ße einen kosten­frei­en Park­platz, der aber tags­über zeit­be­grenzt ist. Das Hotel selbst ver­fügt über eine Tief­ga­ra­ge, die ich als recht teu­er emp­fun­den habe.

Von außen zeigt sich das Hotel recht unschein­bar. Nur ein klei­nes Schild weist auf die Lob­by hin, die sich hin­ter die­sen Glas­tü­ren verbirgt.

Die Lob­by selbst ist dann groß und ele­gant. Teil­wei­se öff­net sie sich sogar über zwei Eta­gen und hat auch gro­ße Fen­ster­fron­ten, die Tages­licht hereinlassen.

Die Rezep­ti­on befin­det sich gleich gegen­über des Ein­gangs. Hier wer­de ich aller­dings etwas unter­kühlt emp­fan­gen. Freund­lich geht wirk­lich anders. Auch ein Upgrade gibt es nicht und genau­so wenig ande­re Erklä­run­gen zu Vor­tei­len mei­nes Sta­tus. Das ist schon sehr schwach und ein­fach scha­de. Ich muss jedes Biss­chen selbst in Erfah­rung brin­gen und mei­ne Fra­gen wer­den eher miss­mu­tig beant­wor­tet. Schade.

Sehr gut gefällt mir hin­ge­gen wie­der der Rest der Lob­by mit den beque­men Sitz­ecken und der Deko­ra­ti­on, die genau auf den histo­ri­schen Ort abge­stimmt ist. Alles hat irgend­wie mit Peli­kan oder/​ und Tin­te und Füll­fe­der­hal­tern zu tun.

Neben den Sitz­ecken gibt es auch eine Busi­ness­ecke mit Arbeits­plät­zen, die über erfreu­lich vie­le Steck­do­sen ver­fü­gen, sowie eini­ge Com­pu­ter und einen Drucker.

Zu den Fahr­stüh­len führt ein kur­zer Gang, der am Kopf­en­de der Lob­by star­tet. Hier sind an den Wän­den histo­ri­sche Auf­nah­men aus der Peli­kan­fa­brik zu finden.

Hin­ter den Fahr­stüh­len befin­det sich der Zugang zu den Ver­an­stal­tungs­räu­men und im Flur steht die­ser Kicker­tisch, der hier etwas deplat­ziert wirkt. Anson­sten ver­fügt das Hotel übri­gens weder über Well­ness noch über Fit­ness. Mit der Zim­mer­kar­te hat man aber Zutritt zum öffent­li­chen Fit­ness­cen­ter im Nachbargebäude.

Sheraton Hannover Pelikan Hotel – Zimmer

Mit der Schlüs­sel­kar­te in der Hand fah­re ich in die zwei­te Eta­ge, wo sich mein Zim­mer befin­det. Die Flu­re wir­ken hier lei­der nicht so sty­lisch wie die Lob­by. Alles sieht eher etwas ein­tö­nig aus.

Das Zim­mer emp­fängt mich dann zuerst mit einem klei­nen Vor­raum, von dem rechts das Bad abgeht. Links befin­det sich eine gro­ße Schrank­wand, in die auch die Mini­bar inte­griert ist.

Der erste Blick ins Zim­mer zeigt dann einen doch recht über­sicht­li­chen Raum, der aller­dings sehr schön ein­ge­rich­tet ist. Hier wur­de das Design der Lob­by wie­der fort­ge­setzt und es gibt eini­ge inter­es­san­te Aspekte.

Das Bett steht nicht direkt an der Wand, son­dern etwas schrägt im Raum. Das fin­de ich sehr inter­es­sant und es macht einen guten Ein­druck. Über dem Bett wur­de zudem wie­der das The­ma Peli­kan mit dem Fül­ler auf­ge­grif­fen und das glä­ser­ne Bild ist sogar beleuch­tet. Anson­sten ist das Bett bequem, es gibt aus­rei­chend Kis­sen und auch Steckdosen.

Der abso­lu­te Clou aber ist die Raum­hö­he. Wo an Flä­che etwas gekleckert wird, wird an Höhe sozu­sa­gen geklotzt. Und die Decke ist mit einer Zwi­schen­be­span­nung ver­klei­det, sowie indi­rekt beleuchtet.

In der Ecke am Fen­ster ste­hen ein Ses­sel und ein klei­ner Tisch, der wie ein Zahn­rad wirkt. Eben­falls ein net­tes Designdetail.

An der gegen­über­lie­gen­den Wand befin­den sich der Schreib­tisch und dar­über der Flach­bild­fern­se­her, der aller­dings schon etwas älter und des­halb klein gera­ten ist.

Die Mini­bar befin­det sich, wie schon ein­gangs erwähnt, in der Schrank­wand im Ein­gangs­be­reich. Es gibt eine Kaf­fee­ma­schi­ne und einen lee­ren Kühl­schrank. Ob die­ser nur wegen Coro­na leer ist, ver­mag ich nicht zu sagen, denn dar­auf war kein Hin­weis zu finden.

Mein Aus­blick zeigt auf den Innen­hof der ehe­ma­li­gen Fabrik.

Der gro­ße Schwach­punkt des Zim­mers ist das Bad. Das ist wirk­lich mehr als ent­täu­schend und passt so gar nicht zum Hotel. Der enge und schma­le Schlauch mit dem bil­lig wir­ken­den Wasch­becken und der ein­ge­mau­er­ten Dusche macht eher den Ein­druck einer Jugend­her­ber­ge denn eines vier-Sterne-Hotels.

Glück­li­cher­wei­se gibt es neben den Sei­fen­spen­dern, die schon recht abge­nutzt aus­se­hen, noch die übli­chen Hygie­ne­pro­duk­te von le grand bain. Selt­sam aller­dings, dass es zwei Con­di­tio­ner gibt, dafür aber kei­ne Lotion. Ich gehe hier von einem Feh­ler des Hou­se­kee­ping aus.

Sheraton Hannover Pelikan Hotel – Bar

Vom Hotel phy­sisch getrennt, ist die Pelikan-​Bar, die aber über den über­dach­ten Hof erreicht wer­den kann. Hier wer­den Geträn­ke an der läng­sten The­ke von Han­no­ver ser­viert, wie ich im Hotel erfah­ren habe. Die Dame in der Bar ist, im Gegen­satz zur Rezep­ti­on, sehr nett und zuvorkommend.

Sheraton Hannover Pelikan Hotel – Frühstück

Eine Eta­ge unter der Lob­by ist das 5th Ave­nue Restau­rant zu fin­den. Es ist teil­wei­se zur Lob­by hin geöff­net und ver­fügt über eine rie­si­ge Fen­ster­front sowie im Som­mer einen Außenbereich.

Wäh­rend mei­nes Auf­ent­hal­tes wur­de hier aller­dings nur das Früh­stück ange­bo­ten. Ande­re Mahl­zei­ten gab es im Hotel nicht, da man auf­grund von Coro­na alles geschlos­sen hat­te, sodass nur aus­wär­ti­ge Restau­rants zur Ver­fü­gung stan­den. Das fand ich etwas schwach, zumal es in der Nähe kei­ne wirk­lich gro­ße Aus­wahl gab und der Ita­lie­ner im Peli­kan­vier­tel am Wochen­en­de total über­lau­fen war.

Aber zurück zum Früh­stück, das als Buf­fet ser­viert wird und eine gute Aus­wahl bie­tet. Wei­ter­hin wer­den Eier­spei­sen nach Wunsch an den Platz ser­viert. Im Restau­rant ist der Ser­vice übri­gens auch sehr gut und zuvorkommend.

Sheraton Hannover Pelikan Hotel – Fazit

Mein Fazit zum She­ra­ton Han­no­ver Peli­kan Hotel ist etwas durch­wach­sen. Das Hotel an sich fin­de ich auf­grund der Geschich­te abso­lut toll und das Design von Lob­by, Restau­rant und Zim­mer ist auch sehr gelun­gen. Das Bad geht für mich aller­dings gar nicht und passt irgend­wie so über­haupt nicht zum son­sti­gen Ambi­en­te des Hotels. Scha­de ist auch die wirk­lich unfreund­li­che Begrü­ßung an der Rezep­ti­on gewe­sen, die mich den Auf­ent­halt mit kei­nem so guten Gefühl hat star­ten las­sen. Wirk­lich scha­de, denn sonst war das Per­so­nal wirk­lich toll. Über­trie­ben fin­de ich hin­ge­gen die hohen Park­ge­büh­ren, reist man aller­dings erst am Abend an und das beson­ders am Wochen­en­de wird einem wohl nichts ande­res übrig blei­ben, denn die kosten­lo­sen Park­plät­ze im Peli­kan­vier­tel sind heiß begehrt.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

2 Antworten

  1. Sebastian sagt:

    Der Club hat wie­der auf 🙂

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