Renaissance Hotel, Albany, New York

Das Renais­sance Hotel in Alba­ny ist eines von meh­re­ren Business-​Hotels im Zen­trum der Haupt­stadt des Bun­des­staa­tes New York. So ist es auch nicht ver­wun­der­lich, dass hier ziem­lich hohe Prei­se auf­ge­ru­fen wer­den. Gera­de am Wochen­en­de kann man jedoch mit Punk­ten das ein oder ande­re Schnäpp­chen machen. So bin auch ich in die­sem histo­ri­schen Haus mit der inter­es­san­ten Geschich­te gelandet.

Renaissance Hotel, Albany – Geschichte

Ursprüng­lich eröff­net wur­de das Hotel, das sich schräg gegen­über vom Capi­tol befin­det, im Jahr 1927 als DeWitt-​Clinton Hotel. Erbaut wur­de es in einer Zeit, als Alba­ny expan­dier­te und vie­le der ein­sti­gen Stadt­häu­ser in Appar­te­ments und Hotels umge­wan­delt wur­den. Beson­ders die Lage des Hotels sorg­te dafür, dass sich hier vie­le Poli­ti­ker tra­fen. Das ist übri­gens noch heu­te so.

Frü­her war das DeWitt-​Clinton Hotel als das „Democrat’s Hotel” bekannt, wäh­rend das nahe Ten Eyck Hotel „Republican’s Hotel” genannt wur­de. In vie­len der Zim­mer leb­ten die Poli­ti­ker wäh­rend der Sit­zun­gen und so man­cher Deal wur­de in der Bar oder im Restau­rant geschlossen.

Im Jahr 1975 ende­te jedoch das Leben des DeWitt-​Clinton Hotel, die Türen wur­den für immer geschlos­sen. Statt­des­sen zog zunächst ein Alters­heim in das Gebäu­de, spä­ter wur­den die Räu­me zu Sozi­al­woh­nun­gen umge­baut. Im Jahr 2006 ver­lie­ßen jedoch die letz­ten Bewoh­ner das inzwi­schen her­un­ter­ge­kom­me­ne Gebäu­de und es stand bis 2014 leer. Im Zuge der Revi­ta­li­sie­rung des Stadt­zen­trums von Alba­ny wur­de auch das ehe­ma­li­ge Hotel an einen Inve­stor ver­kauft. Nach einer umfas­sen­den Reno­vie­rung öff­ne­te es als Renais­sance Hotel wie­der sei­ne Pfor­ten. Und wäh­rend der neue Name am Haupt­ein­gang hängt, ist am Neben­ein­gang auch heu­te noch der Schrift­zug „The DeWitt Clin­ton” zu lesen.

Renaissance Hotel, Albany – Check-​in und Lobby

Ich errei­che das Hotel mit dem Miet­wa­gen, den ich am Wochen­en­de kosten­los auf der Stra­ße par­ken kann. Anson­sten gibt es auch ein Park­haus, das aber mit 25 Dollar/​ Nacht zu Buche schlägt. Das Hotel betre­te ich anschlie­ßend durch den Haupt­ein­gang, der direkt in die impo­san­te Lob­by führt.

Die Lob­by ist ein Mix aus histo­ri­schem Ambi­en­te und moder­nen Möbel, wobei ich die moder­nen Möbel aber nicht in jedem Fall pas­send fin­den. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Die Rezep­ti­on ist auf der lin­ken Sei­te und hier wer­de ich freund­lich begrüßt. Mein Pla­ti­num Sta­tus wird sofort erwähnt und nicht nur das, es gibt auch wirk­lich rich­tig gute Vor­tei­le, was gera­de in den USA lei­der nicht immer der Fall ist. So bekom­me ich ein Upgrade auf eine Juni­or Suite, aktiv den Late-​Check-​out ange­bo­ten und einen Vou­ch­er für das Früh­stück sowie einen wei­te­ren für das Restau­rant. Der Vou­ch­er für das das Früh­stück hat den Hin­ter­grund, dass die­ses Hotel kein Buf­fet anbie­tet und die Lounge am Wochen­en­de geschlos­sen ist, was sich für mich aber sogar als Vor­teil her­aus­stel­len soll. Aber dazu mehr. Erst ein­mal bin ich rich­tig über­rascht, denn in den USA hat­te ich schon lan­ge kei­nen so pro­fes­sio­nel­len und vor­teil­haf­ten Check-​in mehr in einem Mar­riott Hotel.

Wie schön erwähnt, wur­de in die histo­ri­sche Lob­by eini­ge Design­ele­men­te ein­ge­fügt, dar­un­ter recht eigen­wil­li­ge Sitz­mö­bel und gro­ße Tische mit Deko­ra­ti­on, die irgend­wie eher Platz weg­zu­neh­men scheinen.

Mich per­sön­lich fas­zi­nie­ren viel mehr die alten Holz­ar­bei­ten sowie die Wand­bil­der. Erstaun­lich, dass das die Zeit und die ver­schie­de­nen Nut­zun­gen doch über­stan­den hat, auch wenn man sicher­lich die Far­ben auf­ge­frischt hat.

Renaissance Hotel, Albany – Junior Suite

Mit dem Fahr­stuhl geht es für mich in den elf­ten Stock, wo sich mei­ne Juni­or Suite befin­det. Die Juni­or Sui­ten befin­den sich jeweils an den Enden der Kor­ri­do­re, sodass man einen bes­se­ren Aus­blick hat, aber auch einen län­ge­ren Weg. Es ist jedoch noch zu ver­schmer­zen, da das Hotel bei wei­tem nicht so rie­sig ist wie ein Casi­no­ho­tel in Las Vegas.

Nach dem Betre­ten der Suite ist aber gleich wie­der mal zu sehen, dass es sich hier um ein histo­ri­sches Gebäu­de han­delt, denn den typi­schen klei­nen Flur gibt es nicht. Ich ste­he sofort in der Suite. Ledig­lich die Abtren­nung für die Mini­bar deu­tet einen win­zig klei­nen Ein­gangs­be­reich an.

In der Juni­or Suite vor­fin­den ist hier eine Kaf­fee­ma­schi­ne sowie ein klei­ner Kühl­schrank. Wie in den USA üblich kühlt die­ser aber auch sehr gut und halt Geträn­ke nicht nur ein paar Grad unter Raumtemperatur.

Der erste Blick ins Zim­mer zeigt einen ange­nehm gro­ßen Raum mit meh­re­ren Fen­stern, der in einen Wohn- und einen Schlaf­be­reich unter­teilt ist.

Im Schlaf­be­reich steht ein sehr beque­mes Dop­pel­bett mit aus­rei­chend Kis­sen. Neben dem Bett gibt es Nacht­ti­sche und auch aus­rei­chend Steckdosen.

In der Mit­te gibt es einen halb­ho­hen Raum­tei­ler, der auch als Schreib­tisch genutzt wer­den kann. Der Fern­se­her kann gedreht wer­den, sodass man vom Bett und vom Sofa aus schau­en kann.

 

Der Wohn­be­reich besteht aus einem Sofa und einem klei­nen Tisch. Das wirkt ein wenig kahl. Ein zusätz­li­cher Ses­sel wür­de hier mei­ner Mei­nung nach Wun­der wirken.

Der Aus­blick ist gut und man sieht über die Dächer von Alba­ny bis hin zu den Ber­gen in der Fer­ne. Der gro­ße brau­ne Koloss ist das Hil­ton Hotel, das sich eben­falls in der Nähe befin­det, auch mich aber weni­ger anspre­chend wirkt. Es gibt übri­gens auch eini­ge Juni­or Sui­ten, die einen Blick auf das Capi­tol haben. Die­se waren aber lei­der schon belegt.

Das Bad hat eben­falls eine sehr ange­neh­me Grö­ße, ver­fügt aber nur über einen Wasch­tisch. Der hat aller­dings aus­rei­chend Anla­ge­flä­che. Der gro­ße Spie­gel ist gut beleuch­tet, einen Kos­me­tik­spie­gel gibt es aber nicht.

Die Dusch­ka­bi­ne ist ange­nehm groß und kann mit einer Glas­tür voll­stän­dig ver­schlos­sen wer­den. Wie in den USA üblich gibt es nur einen fest instal­lier­ten Dusch­kopf und kei­ne Handbrause.

Die Hygie­ne­pro­duk­te ste­hen bedau­er­li­cher­wei­se auch nur noch in gro­ßen Fla­schen bereit, wie es inzwi­schen bei so ziem­lich allen Hotel­ket­ten der Fall ist. Scha­de, dass es in die­sem Renais­sance Hotel auch nicht die sonst übli­chen Pro­duk­te von Tokyo Milk gibt, son­dern Ave­da genutzt wird, das mir nicht so gut gefällt.

Renaissance Hotel, Albany – Executive Lounge

Im Renais­sance Hotel Alba­ny gibt es eine Exe­cu­ti­ve Lounge, die sich auf der zwei­ten Eta­ge befin­det. Die­se ist aller­dings von Frei­tag­mit­tag bis Sonn­tag­abend geschlos­sen. Man merkt, dass das Hotel vor allem auf Mit­ar­bei­ter und Besu­cher der Regie­rung sowie der umlie­gen­den Mini­ste­ri­en und Fir­men aus­ge­rich­tet ist und am Wochen­en­de eher Flau­te herrscht.

Ich hat­te trotz­dem die Mög­lich­keit, einen klei­nen Blick in die Lounge zu wer­fen, da sich die Tür mit dem Zim­mer­schlüs­sel öff­nen ließ. Die Lounge besteht aus einem gro­ßen Raum und ist haupt­säch­lich mit Tischen und Stüh­len aus­ge­stat­tet. Sehr gemüt­lich wirkt das irgend­wie nicht. Und auch wenn das Buf­fet ver­schlos­sen war, irgend­wie bezweif­le ich von dem, was ich gese­hen habe, dass das Ange­bot beson­ders umwer­fend ist. Das ist beson­ders unter der Woche zu beach­ten, denn dann wird man als Sta­tus Früh­stück ledig­lich die Lounge ange­bo­ten bekommen.

Renaissance Hotel, Albany – Bar und Restaurant

Die Bar und das Restau­rant befin­den sich im Erd­ge­schoss und sind über die­ser wun­der­schön ver­tä­fel­ten Gang erreich­bar. Der führt übri­gens auch zu dem Sei­ten­ein­gang mit dem ori­gi­na­len Namens­schild über der Tür.

Bar und Restau­rant gehen hier flie­ßend über und sind am Abend zusam­men geöff­net, wäh­rend die Bar zum Früh­stück nicht besetzt ist.

Die mit Abstand schön­sten Plät­ze sind für mich die Zwei­er­ti­sche mit den gro­ßen Ses­seln am Fen­ster, die sogar einen guten Blick auf das Capi­tol bie­ten, wenn nicht gera­de eine Bau­stel­le auf der Stra­ße vor dem Hotel ist und so teil­wei­se LKW den Aus­blick ver­sper­ren wie bei mir.

Auf­grund der weni­gen Restau­rants in unmit­tel­ba­rer Nähe des Capi­tols und der Tat­sche, dass ich mei­nen Park­platz nichts noch­mals ver­las­sen woll­te, habe ich im Hotel geges­sen. Als Pla­ti­num Bene­fit habe ich mich des­halb auch für die zehn Dol­lar als Gut­schein ent­schei­den, die ich auf das Abend­essen anrech­nen las­sen kann.

Der Bur­ger und das Eis waren qua­li­tiv gut und ich habe nicht bereut, an die­sem Abend im Hotel geblie­ben zu sein.

Renaissance Hotel, Albany – Frühstück

Das Früh­stück wird eben­falls im Restau­rant ser­viert und nur à la car­te ange­bo­ten. Bei mei­nem zwei­ten Besuch habe ich auch das Glück, einen Tisch am Fen­ster zu bekom­men. Da die Lounge am Wochen­en­de geschlos­sen hat, habe ich bereits beim Check-​in einen Gut­schein für das Früh­stück erhal­ten. Und da ich allein bin, kann ich vol­le 30 Dol­lar für mich nutzen.

Und das lohnt sich hier rich­tig, denn das Früh­stück ist wirk­lich exzel­lent. Ich bestel­le ein Ome­lette mit Brot und Früh­stücks­kar­tof­feln sowie ein Jogurt-​Parfait und eine hei­ße Scho­ko­la­de. Inklu­si­ve Steu­ern und Trink­geld rei­chen die 30 Dol­lar dafür gera­de. Solch ein gutes Früh­stück hät­te ich in der Lounge sicher­lich nicht bekom­men. Zu zweit wäre der Betrag aller­dings auch etwas wenig gewe­sen für solch ein Frühstück.

Renaissance Hotel, Albany – Fazit

Mir hat mein Auf­ent­halt im Renais­sance Hotel Alba­ny sehr gut gefal­len. Das Hotel liegt fuß­läu­fig zum Capi­tol und vie­len inter­es­san­ten Orten in der Stadt und hat selbst auch eine inter­es­san­te Geschich­te, was ich immer sehr ger­ne mag. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist auch, dass man sich hier mit den Pla­ti­num Bene­fits wirk­lich sehr viel Mühe gege­ben hat, was in den USA lei­der sel­ten gewor­den ist. Und bei solch einem guten Früh­stück habe ich auch die Lounge so gar nicht ver­misst. Von Vor­teil war natür­lich eben­so, dass ich eine sehr gute Cash und Points Rate gefun­den habe, wodurch ich nur eine gerin­ge Anzahl an Punk­ten und eine ange­mes­se­ne Zuzah­lung für das Zim­mer auf­brin­gen muss­te. In die­sem Hotel hat wirk­lich alles gepasst und ich wür­de nicht zögern, hier noch­mals zu buchen. Etwas, das gera­de in den USA inzwi­schen sehr sel­ten gewor­den ist.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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