MSC Grandiosa, MSC Cruises

Die MSC Gran­dio­sa ist eines der neue­sten Kreuz­fahrt­schif­fe von MSC Crui­ses. Im Novem­ber 2019 war ich bei der Tau­fe in Ham­burg dabei und habe mir das Schiff anschlie­ßend auf einer Kurz­rei­se genau­er anschau­en kön­nen. Zusam­men mit sei­nem Schwe­stern­schiff, der MSC Vir­tuo­sa, gehört die Gran­dio­sa zur neu­en Meraviglia-Plus-Klasse.

MSC Grandiosa – Cruise Center Steinwerder

Mei­ne Kreuz­fahrt beginnt in Ham­burg, genau­er gesagt am größ­ten und neue­sten Kreuz­fahrt­pier, dem Crui­se Cen­ter Stein­wer­der. Das liegt lei­der nicht ganz so foto­gen an der Elbe wie die ande­ren Anle­ger, kann dafür aber die ganz gro­ßen Kreuz­fahrt­schif­fe abfer­ti­gen, zu denen die MSC Gran­dio­sa mit ihrer Kapa­zi­tät von über 6.000 Pas­sa­gie­ren gehört.

Schon vom Park­platz, an dem mich der Bus abge­setzt hat, kann ich durch den Zaun das gro­ße Schiff ent­decken, das zwi­schen 2017 und 2019 auf den fran­zö­si­schen Atlan­tik­werf­ten gebaut wur­de. Zwei 125 Meter lan­ge Rumpf­sek­tio­nen ent­stan­den aller­dings auf der Crist-​Werft in Gdy­nia und wur­den dann nach Frank­reich transportiert.

Der Check-​in für die Rei­sen am Crui­se Ter­mi­nal Stein­wer­der fin­den im glä­ser­nen Ter­mi­nal­ge­bäu­de statt. Hier wer­den alle Schif­fe abge­fer­tigt und nur die Auf­stel­ler nach jewei­li­ger Ree­de­rei verändert.

Wei­ter geht es über einen Gang direkt zum Schiff. Der Check-​in hier in Ham­burg kann sich auf jeden Fall sehen las­sen. Alles ist gut orga­ni­siert und man käme sogar bei Ham­bur­ger Schiet­wet­ter trocke­nen Fußes an Bord.

Durch die Schei­ben kann ich die Gran­dio­sa zum ersten Mal ganz nah sehen. Wie ein Hoch­haus türmt sie sich vor mir auf und wie inzwi­schen üblich, haben die mei­sten Kabi­nen einen Bal­kon. Ins­ge­samt gibt es 2440 Pas­sa­gier­ka­bi­nen an Bord.

Beim Check-​in habe ich die übli­che Bord­kar­te erhal­ten, die ich nun jedes Mal vor­zei­gen muss, wenn ich an Bord kom­me oder das Schiff ver­las­se. Auch die Tür zu mei­ner Kabi­ne wird dadurch geöff­net und als Zahl­kar­te an Bord ist sie eben­falls nutzbar.

MSC Grandiosa – Kabine

Ich habe mich auf die­ser Rei­se für eine Bal­kon­ka­bi­ne auf Deck 10 ent­schie­den. Mit 17 Qua­drat­me­tern hat die Kabi­ne eine mitt­le­re Grö­ße, zu der noch rund vier Qua­drat­me­ter Bal­kon kom­men. Die Kabi­nen alter­nie­ren zwi­schen sol­chen mit dem Bett näher am Fen­ster und ande­ren, bei denen das Sofa und der Schmink­tisch näher liegt.

Das Bett ist nicht beson­ders breit, ich wür­de auf Queen­si­ze tip­pen. Und man kann die Bet­ten hier nicht aus­ein­an­der­schie­ben. Die­ser Kabi­nen­typ ist also nur für Pas­sa­gie­re geeig­net, die in einem Bett und unter einer Decke schla­fen wollen.

Das Sofa emp­fin­de ich als etwas zu groß, da so es kaum noch Platz in der Kabi­ne gibt. Nicht mal für einen Tisch fin­det sich noch Raum. Auch unter dem Schmink­tisch gibt es nur Hocker, denn sonst wäre der Gang zum Bett verstellt.

Zur Aus­stat­tung zäh­len auch ein gro­ßer Flach­bild­fern­se­her sowie besag­ter Schmink­tisch, der die ein­zi­ge Abla­ge­flä­che in der Kabi­ne ist.

Auf dem Schreib­tisch sind Infor­ma­tio­nen zur Rei­se­rou­te sowie zu den Land­aus­flü­gen zu fin­den. Dazu eine klei­ne Tra­ge­ta­sche aus Papier.

Zum ersten Mal auf einer Kabi­ne gese­hen habe ich einen Sprach­as­si­sten­ten, der hier „Zoe” heißt und Infor­ma­tio­nen zum Schiff und den Ange­bo­ten geben soll.

Im Schmink­tisch gibt es dazu nicht viel Abla­ge­flä­che, denn hin­ter der Tür befin­det sich die gefüll­te, kosten­pflich­ti­ge Minibar.

Das Bad ist kom­pakt, mit Dusche und Wasch­tisch aus­ge­stat­tet. Die Dusche ist für ein Bad auf einem Schiff recht geräu­mig und mit einer Glas­wand ver­se­hen. Hygie­ne­pro­duk­te sind lei­der nur in Spen­dern vor­han­den, in denen sich ein noname-​Produkt befindet.

Von mei­nem Bal­kon habe ich einen schö­nen Aus­blick, in die­sem Fall auf Ham­burg und die Elb­phil­har­mo­nie, die man vom zehn­ten Stock gut sehen kann.

Der Bal­kon hat eine Stan­dard­grö­ße und es gibt zwei Stüh­le sowie einen klei­nen Tisch.

MSC Grandiosa – Weitere Kabinen

Da es sich bei die­ser Rei­se um die Jung­fern­fahrt han­del­te und das Schiff zwi­schen Ham­burg und Sout­hamp­ton nicht aus­ge­bucht war, konn­ten am ersten Tag an Bord ver­schie­de­ne Kabi­nen­ka­te­go­rien besich­tigt wer­den. Das habe ich natür­lich gern in Anspruch genom­men. Zunächst habe ich mir eine der Innen­ka­bi­nen ange­se­hen, die ähn­lich von der Grö­ße und Aus­stat­tung sind wie mei­ne Balkonkabine.

Etwas klei­ner als die nor­ma­len Innen­ka­bi­nen sind die Stu­di­os. Auf rund zwölf Qua­drat­me­tern ist hier alles zu fin­den, was Allein­rei­sen­de benö­ti­gen. Es ist immer wie­der schön, wenn es auf Schif­fen auch Kabi­nen für Allein­rei­sen­de gibt, da sonst oft ein hoher Auf­schlag gefor­dert wird.

Die drit­te Kabi­ne, die ich anschaue, ist eine Außen­ka­bi­ne für Fami­li­en. Dem­entspre­chend vie­le Bet­ten sind in die­sem Quar­tier vor­han­den. Dazu gehö­ren eine aus­ge­zo­ge­ne Couch sowie zwei Eta­gen­bet­ten in einem klei­nen, abge­trenn­ten Bereich.

Auch eini­ge wei­te­re Bal­kon­ka­bi­nen sind zur Besich­ti­gung geöff­net. In der ersten gibt es eben­falls meh­re­re Bet­ten, sodass auch hier Fami­li­en oder Grup­pen zusam­men unter­ge­bracht wer­den können.

Zu guter Letzt sind noch zwei Sui­ten geöff­net. Die erste Suite befin­det sich auf einer Ebe­ne und ver­fügt über einen Wohn- und einen Schlaf­raum. Dazu gibt es auf dem Bal­kon einen pri­va­ten Whirlpool.

Die zwei­te Suite ist eine Duplex-​Suite, die sich über zwei Eta­gen erstreckt. Sie ist dazu farb­lich ganz anders aus­ge­stat­tet als alle ande­ren Kabi­nen, die ich bis­her gese­hen habe. Im unte­ren Geschoss lie­gen Wohn- und Ess­zim­mer sowie der Bal­kon mit pri­va­tem Whirl­pool sowie ein Gästebad.

Im Ober­ge­schoss befin­den sich das Schlaf­zim­mer sowie ein gro­ßes Wannenbad.

MSC Grandiosa – Pool, Fitness und Wellness

Als Näch­stes schaue ich mir die zahl­rei­chen Pools und die Well­ness­be­rei­che des Schiffs an. Ich star­te am gro­ßen Haupt­pool, der sich mit­tig auf dem Schiff befin­det und von zahl­rei­chen Lie­gen ein­ge­rahmt ist.

Am Heck des Schif­fes befin­det sich ein wei­te­rer Swim­ming­pool, der hier für Erwach­se­ne reser­viert ist. Rund­her­um ste­hen eben­falls vie­le Son­nen­lie­gen. Was es auf den Lie­gen nicht gibt, sind Auf­la­gen. Scha­de, so sind die Lie­gen für mei­nen Geschmack etwas zu fest.

Auf dem Pool­deck sind dazu noch meh­re­re Whirl­pools zu fin­den. Die­ser hier liegt in sehr schö­ner Posi­ti­on, sodass man von hier auch das Meer über­blicken kann.

Beson­ders toll fin­de ich den klei­nen Pool mit Sicht nach vorn, der sehr inter­es­san­te Aus­blicke erlaubt.

Zu den gan­zen Außen­pools gibt es noch einen Innen­pool, der sich unter einem gro­ßen Glas­dach befin­det. Da die­ser Pool auch für Fami­li­en geöff­net ist und sich über zwei Geschos­se erstreckt, herrscht hier eine ziem­li­che Lautstärke.

Dem Innen­pool schließt sich ein gro­ßer Well­ness­be­reich an. Wenn man aller­dings bedenkt, dass es rund sechs­tau­send Men­schen an Bord gibt, erscheint alles gar nicht mehr so groß­zü­gig. Teil­wei­se könn­te es sogar ziem­lich voll wer­den im Sauna- und Erlebnisduschenbereich.

Zuletzt schaue ich mit noch kurz den Fri­seur­sa­lon an Bord an.

Neben den Pools und dem Well­ness ver­fügt die Gran­dio­sa noch über ein groß­zü­gi­ges Sport­an­ge­bot im Innen- und Außen­be­reich. So gibt es ver­schie­de­ne Fuß­ball­fel­der, die auch für Bas­ket­ball, Ten­nis und ande­re Sport­ar­ten genutzt wer­den können.

Für den Spaß steht an Bord eine Bow­ling­bahn bereit. Dazu gibt es auf dem Außen­deck einen Sport- und Wasserpark.

MSC Grandiosa – Öffentliche Bereiche und Unterhaltung

Ein Schiff von der Grö­ße der Gran­dio­sa, mit ihren über 330 Metern Län­ge und 43 Metern Brei­te ver­fügt natür­lich auch über diver­se öffent­li­che Berei­che sowie eini­ges an Unter­hal­tung. So befin­det sich im Her­zen des Schiffs ein drei­stöcki­ges Atri­um, um das sich ver­schie­de­ne Berei­che formieren.

Der abso­lut größ­te Bereich für die Pas­sa­gie­re ist aber die zwei­stöcki­ge ein­hun­dert Meter lan­ge Pro­me­na­de, in der beson­ders die ver­schie­de­nen Licht­in­stal­la­tio­nen an der Decke alle Blicke auf sich ziehen.

Wie auf den gro­ßen ame­ri­ka­ni­schen Schif­fen gibt es auch auf dem MSC Schiff ein gro­ßes Casi­no mit Auto­ma­ten und auch Spieltischen.

Dazu gibt es zwei gro­ße Ver­an­stal­tungs­räu­me an Bord. Am Heck liegt das Carou­sel, in dem ver­schie­den­ste Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den. Dabei zieht aller­dings auch die gro­ße Glas­wand mit dem fan­ta­sti­schen Aus­blick auf das Meer die Blicke auf sich.

Im Bug befin­det sich dage­gen das gro­ße Thea­ter mit meh­re­ren tau­send Plät­zen, das sich über drei Stock­wer­ke erstreckt und in dem gro­ße Shows vor­ge­führt werden.

Zum Abschluss mei­nes Rund­gangs schaue ich noch kurz in der Shopping-​Arkade vor­bei und ver­su­che auch einen Blick in das Kin­der­land zu wer­fen, doch das ist lei­der geschlossen.

MSC Grandiosa – Restaurants und Bars

Die kuli­na­ri­schen Köst­lich­kei­ten sind eben­falls ein wich­ti­ger Teil von Kreuz­fahr­ten. Auf der Gran­dio­sa gibt es mehr als ein Dut­zend Restau­rants, eini­ge sind aller­dings nur gegen Auf­preis zu besu­chen. Dazu gibt es nicht ein ein­zi­ges Haupt­re­stau­rant, son­dern meh­re­re, und bei Buchung wird jedem Gast eines der Restau­rants zugeteilt.

Zu mei­ner Kabi­ne wur­de mir ein Platz im Restau­rant Pur­ple Crab zuge­teilt, wo ich das Abend­essen ein­ge­nom­men habe. Das Menü in den ver­schie­de­nen Haupt­re­stau­rants ist aber das glei­che. Ich habe mir auf mei­nem Rund­gang auch die ande­ren Restau­rants anschau­en können.

Dazu gibt es an Bord vie­le ver­schie­de­ne klei­ne­re Loka­li­tä­ten, die sich haupt­säch­lich rund um die Pro­me­na­de befin­den. Dar­un­ter ein Pub und ein Sushi-Restaurant.

Was natür­lich auch kei­nem Kreuz­fahrt­schiff feh­len darf, ist ein Buf­fet. So gibt es auch auf der Gran­dio­sa ein gro­ßes Buf­fet­re­stau­rant, in dem alle Mahl­zei­ten ange­bo­ten werden.

Ganz oben und mit wun­der­ba­rer Aus­sicht befin­det sich die Sky Lounge, die tags­über einen tol­len Blick auf das Meer bie­tet und abends zur Par­ty­zo­ne wird. Gefei­ert wer­den darf aber auch in den zahl­rei­chen ande­ren Bars an Bord.

Eine Beson­der­heit auf der Gran­dio­sa sind eine eige­ne, glä­ser­ne Mozzarella-​Produktion sowie eine Con­fi­se­rie mit ange­schlos­se­ner Chocolaterie.

MSC Grandiosa – Fazit

Die MSC Gran­dio­sa gehört zur neu­en Gene­ra­ti­on der Mega­schif­fe, die für mehr als sechs­tau­send Pas­sa­gie­re aus­ge­legt sind. So geht es an Bord um viel mehr als den Trans­port von A nach B, son­dern das Schiff an sich ist ein Erleb­nis. Das ist auch bei der MSC Gran­dio­sa nicht anders. Was man aber beden­ken soll­te, vie­le ruhi­ge Plätz­chen gibt es eher nicht an Bord, mit Aus­nah­me des Yacht-​Clubs, einem beson­ders exklu­si­ven, aber auch teu­ren Bereich an Bord. Wer gro­ße Schif­fe mit viel Unter­hal­tung mag, der wird sich auf der Gran­dio­sa sicher wohl­füh­len, zumal MSC oft gute Ange­bo­te hat und Schnup­per­kreuz­fahr­ten anbie­tet. Eine der Bord­spra­chen ist übri­gens Deutsch, sodass man auch ohne gro­ße Eng­lisch­kennt­nis­se an Bord zurechtkommt.

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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