Castillo Hotel Son Vida, a Luxury Collection Hotel, Mallorca, Teil 1

In den Ber­gen von Pal­ma de Mal­lor­ca liegt das Castil­lo Hotel Son Vida, ein Hotel, das zur Luxu­ry Coll­ec­tion von Mar­riott gehört. Die Geschich­te des Gebäu­des ist aller­dings viel älter als die des Hotels, denn zuvor war hier ein Adels­sitz mit Her­ren­haus zu fin­den. Und an die­se Geschich­te möch­te das Hotel noch heu­te anknüp­fen. Ob das gelingt, woll­te ich wäh­rend mei­nes Auf­ent­hal­tes erkunden.

Castillo Hotel Son Vida, Mallorca – Geschichte

Das Castil­lo Hotel Son Vida ist nicht ein­fach irgend­ein Hotel und schon wenn man sich dem Anwe­sen in den Ber­gen rund um Pal­ma nähert, fällt das zum Teil burg­ähn­li­che Aus­se­hen auf. Tat­säch­lich reicht die Geschich­te bis ins 13. Jahr­hun­dert zurück, als König Jau­me I. die Hügel­land­schaft zu frucht­ba­rem Gebiet erklär­te und damit die Besied­lung ein­läu­te­te. Sei­nen Namen erhielt die hier errich­te­te mit­tel­al­ter­li­che Burg jedoch erst im 16. Jahr­hun­dert, als Mateu Vida das Anwe­sen kauf­te. Und der Name hat bis heu­te Bestand, auch wenn die Besit­zer über die fol­gen­den Jahr­hun­der­te wechselten.

Den größ­ten Ein­fluss der ver­gan­gen zwei­hun­dert Jah­re hat­te ich Adels­fa­mi­lie Truyols y Despu­ig, die das Anwe­sen über meh­re­re Gene­ra­tio­nen beses­sen hat­ten. Fer­nan­do Truyols y Despu­ig war es schließ­lich, der um 1900 die Burg zu einem impo­san­ten Her­ren­haus für sei­ne Frau Mag­da­le­na Vill­a­lon­ga umbau­en ließ. Und in die­sem Stil erstrahlt es noch heu­te, wenn auch mit eini­gen Veränderungen.

Im jahr 1957 ende­te jedoch die Ära der Fami­lie Truyols in Son Vida. Man ver­kauf­te das Anwe­sen an den Ame­ri­ka­ner Ste­ve Kusak, der das Her­ren­haus zu einem Hotel umbau­te und am 23. Juni 1961 mit gro­ßem Pomp eröff­ne­te. Seit­dem ist das Hotel auch ein Lieb­lings­treff­punkt des Jet­sets. Schon in der ersten Woche füll­te es die Klatsch­spal­ten, denn Rai­nier und Grace von Mona­co sowie das Skandal­pärchen Maria Cal­las und Ari­sto­te­les Onas­sis gin­gen hier ein und aus.

Lang ist auch die Liste der Pro­mi­nen­te, die sich seit­dem im Gäste­buch ein­tra­gen haben. Alle waren die hier, von John Way­ne bis Rudi Car­rell, von John Len­non bis Julio Igle­sias, von Tru­man Capo­te bis Yehu­di Menu­hin, von Jackie Ste­wart bis Niki Lau­da, von Baron de Roth­schild bis Con­rad Hil­ton, von König Faisal bis Köni­gin Siri­kit, von Wal­ter Scheel bis Jiang Zemin. Und auch die Welt­po­li­tik war zu Gast: Gen­scher, Gor­bat­schow, Car­los Menem, Muba­rak und Tru­deau, aber auch Gad­da­fi oder Chi­nas Li ­Xian­ni­an ver­brach­ten schon eine Nacht im Castil­lo Son Vida.

Heu­te gehört das Hotel, das inzwi­schen über zwei Erwei­te­run­gen mit Zim­mern ver­fügt, die sich aber recht gut in die Land­schaft ein­fü­gen, übri­gens der deut­schen Schörghuber-​­Gruppe, die es 1995 kauf­te. Betrie­ben wird es inzwi­schen von der Luxu­ry Coll­ec­tion von Marriott.

Castillo Hotel Son Vida, Mallorca – Check-​in und Lobby

Ich errei­che das Hotel mit dem Miet­wa­gen, den ich auf dem kosten­lo­sen Hotel­park­platz abstel­le. Schon der erste Ein­druck ist fan­ta­stisch, denn die Zufahrt erfolgt durch ein gro­ßes Tor und das Hotel selbst liegt in einer exklu­si­ven Wohn­ge­gend, die zu den Besten rund um Pal­ma gehört.

Am Haupt­ein­gang wer­de ich sogleich freund­lich begrüßt und mir wird sofort Hil­fe mit dem Gepäck ange­bo­ten und der Weg zur Rezep­ti­on gezeigt, die sich links der impo­san­ten Ein­gangs­tür befindet.

An der Rezep­ti­on wer­de ich eben­so freund­lich begrüßt. Da ich mein Zim­mer über Mar­riott Stars gebucht habe, wird mir nicht nur für mei­ne Loya­li­tät zu Mar­riott gedankt, son­dern es wer­den auch die Vor­zü­ge der Buchung über das Pro­gramm erklärt. Dazu gehö­ren ein Upgrade, das aller­dings hier wirk­lich nur eine Kate­go­rie höher aus­fällt, was so viel heißt wie ein Stan­dard­zim­mer mit Bal­kon, sowie hun­dert Euro, die ich im Hotel aus­ge­ben kann und ein Begrüßungsgeschenk.

Vom Haupt­ein­gang gera­de­aus geht es in den ehe­ma­li­gen Ein­gangs­be­reich des Her­ren­hau­ses, der sich über meh­re­re Eta­gen erstreckt.

Zwi­schen impo­san­te Säu­len ste­hen hier kost­ba­re Anti­qui­tä­ten und an den Wän­den hän­gen Gemäl­de spa­ni­scher Herrscherfamilien.

Nach oben erstreckt sich ein ver­jün­gen­des Atri­um, das von ein Bunt­glas­kup­pel gekrönt wird.

Ein ganz beson­de­res Prunk­stück aber ist der gro­ße Saal im Erd­ge­schoss, der für Ver­an­stal­tun­gen gemie­tet, aber auch ein­fach nur besich­tigt wer­den kann.

An den Wän­den des ehe­ma­li­gen Spei­se­saals des Mar­quis de la Tor­re sind Wand­ge­mäl­de von Ricard Ancker­mann zu fin­den. Ancker­mann wird als einer der größ­ter mal­lor­qui­ni­schen Künst­ler aller Zei­ten geführt und die­se Arbeit war sein letz­ter gro­ßer Auf­trag. Zwi­schen 1900 und 1904 bemal­te er Lein­wän­de mit Jagd­sze­nen, die dann auf Rah­men auf­ge­bracht und an die Wän­de mon­tiert wur­den. Und da sind sie noch heu­te zu bewundern.

In die obe­ren Stock­wer­ke geht es per Trep­pe oder Lift. Auf dem Weg ist der Rit­ter in vol­ler Rüstung kaum zu über­se­hen. Der ist übri­gens auch ein Ori­gi­nal und stammt ursprüng­lich aus Eng­land, wo er zuletzt in der Waf­fen­kam­mer von Alton Towers in Staf­ford­shire zu fin­den war.

In die­sem Teil des Hotels gehen alle Zim­mer und Flu­re vom Atri­um ab, das von jeder Eta­ge auch einen schö­nen Blick auf die Bunt­glas­kup­pel freigibt.

Die vier­zehn Meter hohe Kup­pel wur­de wäh­rend der letz­ten gro­ßen Reno­vie­rung instal­liert und ist ein Werk des Künst­lers Nils Bur­witz, des­sen Wer­ke unter ande­rem auch in der Alber­ti­na Wien, dem Alber­ti­num Dres­den, der Kunst­hal­le Ham­burg sowie in Biblio­the­ken in New York und Bos­ton zu fin­den sind. Der Künst­ler leb­te und arbei­tet vie­le Jah­re auf Mal­lor­ca. Die Kup­pel zeigt den Kern der Weis­heit des mal­lor­qui­ni­schen Phi­lo­so­phen Ramon Llull.

Mein Zim­mer befin­det sich im neue­ren Trakt des Hotels, der erst nach der Umwand­lung zum Hotel ange­baut wur­de. Die­ser Teil des Hotels hat aller­dings momen­tan den Vor­teil, dass er gera­de frisch reno­viert wur­de und ich so in den Genuss eines ganz neu gestal­te­ten Zim­mers komme.

Castillo Hotel Son Vida, Mallorca – Zimmer

Nach dem Betre­ten des Zim­mers ste­he ich in einem klei­nen Vor­raum, von dem links die Tür ins Bad abgeht. Rechts befin­det sich eine gro­ße Schrank­wand mit meh­re­ren Türen.

Der erste Blick ins Zim­mer zeigt einen ange­nehm gro­ßen Raum, der modern, aber doch luxu­ri­ös aus­ge­stat­tet ist. Alles wirkt sehr frisch und neu.

Im Zen­trum steht das beque­me Dop­pel­bett, in dem ich aus­ge­zeich­net geschla­fen habe.

Neben dem Bett steht ein ein­zel­ner Ses­sel und vor dem Bett eine Bank, auf der das Gepäck abge­legt wer­den kann.

An der gegen­über­lie­gen­den Wand befin­det sich eine Anrich­te in Kom­bi­na­ti­on mit einem Schreib­tisch. Dar­über hängt ein recht klei­ner Flach­bild­fern­se­her, der irgend­wie nicht ganz in das anson­sten moder­ne Zim­mer passt. Am Fen­ster ste­hen dazu ein wei­te­rer Ses­sel und ein klei­ner Tisch.

In der Anrich­te befin­det sich ein Kühl­schrank, der auf­grund von Coro­na aber bis auf zwei Was­ser­fla­schen leer ist.

Auf dem Schreib­tisch steht das Begrü­ßungs­ge­schenk. Eine Fla­sche Rot­wein, eine klei­ne Fla­sche Pro­sec­co sowie eine Plat­te mit mal­lor­qui­ni­schen Spe­zia­li­tä­ten und ein Begrüßungsschreiben.

Zum Zim­mer gehört eben­falls ein Bal­kon. Mein Zim­mer hat einen Aus­blick auf die Hügel von Son Vida, einen Teil der Hotel­an­la­ge sowie in der Fer­ne einen Zip­fel von Palma.

Das Bad wirkt im Gegen­satz zum Zim­mer durch die Flie­sen etwas dunk­ler. Es ver­fügt über eine Dusche sowie eine Bade­wan­ne und einen dop­pel­ten Waschtisch.

Die Hygie­ne­pro­duk­te stam­men von Hier­bas de Mal­lor­ca, einer Fir­ma, die sich auf der Insel befin­det. Es wer­den gro­ße Fla­schen bereit­ge­stellt, was sehr unge­wöhn­lich ist.

Die Toi­let­te und ein Bidet befin­den sich in einem abge­trenn­ten Raum.

Castillo Hotel Son Vida, Mallorca – Room Service

Da die Restau­rant­zei­ten des Hotels auf­grund von Coro­na noch ein­ge­schränkt waren, habe ich mehr­mals beim Room Ser­vice bestellt. Bestellt wird tele­fo­nisch und ser­viert auf einem sepa­ra­ten Tisch.

Alle bestell­ten Mahl­zei­ten waren sehr schmack­haft und wur­den auch sehr schön angerichtet.

Mit dem Room Ser­vice endet der erste Teil mei­nes Reviews des Castil­lo Hotel Son Vida auf Mal­lor­ca. Im zwei­ten Teil schaue ich mir die Restau­rants, die Bar sowie den Wellness- und Spa-​Bereich an und ich stat­te natür­lich auch den Pools einen Besuch ab.

wei­ter gehts im zwei­ten Teil mit einem Klick

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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