Schlösser und Burgen rund um Würzburg, Bayern – Teil 2

Im zwei­ten Teil mei­ner Repor­ta­ge über Schlös­ser und Bur­gen rund um Würz­burg set­ze ich mei­ne Rund­fahrt um die frän­ki­sche Stadt fort. Ich besu­che wei­te­re inter­es­san­te Orte, bevor ich zum Abschluss zurück in die Per­le am Main, wie Würz­burg auch genannt wird, fahre.

Schlösser und Burgen rund um Würzburg – Schloss Crailsheim

Mei­ne Rund­fahrt führt mich nun nach Rödel­see, einer vom Wein­bau gepräg­ten Gemein­de, die heu­te zur Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft Ipho­fen gehört. Hier befin­det sich das um 1600 erbau­te Schloss Crailsheim.

Der zwei­ge­schos­si­ge Bau mit Sat­tel­dach wur­de einst für die Frei­herrn von Crails­heim erbaut. Seit 1954 gehört das Anwe­sen jedoch der Gebiets­win­zer­ge­nos­sen­schaft, die hier einen Wein­ver­kauf und eine Wein­ga­le­rie betreibt.

Gleich gegen­über steht das Elflein-​Häusla, ein Fach­werk­haus, das bereits vor 1700 erbaut wur­de. Noch bis 1981 leb­te die Toch­ter des Schmieds Georg Elf­lein in dem Gebäu­de, sodass es sehr gut erhal­ten ist. Herz­stück ist die Schmie­de, in der es auch Vor­füh­run­gen gibt. Ande­re Räu­me sind ori­gi­nal­ge­treu wie vor rund hun­dert Jah­ren eingerichtet.

Ein drit­tes sehens­wer­tes Gebäu­de ist die katho­li­sche Kir­che St. Bar­tho­lo­mä­us, die 1783 erbaut wur­de. Das Got­tes­haus kann auch von innen besich­tigt werden.

Rund um die Kir­che sind noch wei­te­re inter­es­san­te Gebäu­de zu fin­den, wie „Der Löwen­hof”, der das älte­ste Gast­haus in der Gemein­de ist. Ein Teil des Hau­ses wur­de bereits vor 1600 erbaut, voll­endet wur­de es zwi­schen 1701 und 1714. Im Löwen­hof gab es einst nicht nur ein Gast­haus, hier befand sich auch der Amts­sitz der Gra­fen von Castell Rüden­hau­sen. Über 350 Jah­re ist das Gast­haus bereits in Betrieb und auch heu­te noch wird hier frän­ki­sche Küche angeboten.

Schlösser und Burgen rund um Würzburg – Schloss Grumbach

Zum letz­ten Stopp des Tages muss ich ein Stück­chen Weg zurück­le­gen, denn Schloss Grum­bach befin­det sich nörd­lich von Würz­burg im Ort Rim­par. Bevor es hier ein Schloss gab, wur­de im 14. Jahr­hun­dert bereits eine Burg erbaut, die dem Adels­ge­schlecht Wolfs­keel gehör­te. Das Schloss selbst ist 1469 zum ersten Mal urkund­lich beleg­bar und gehör­te damals der Fami­lie von Grumbach.

Die Eigen­tü­mer gerie­ten jedoch in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten, sodass sie das Anwe­sen 1593 ver­kau­fen muss­ten. Käu­fer war der Würz­bur­ger Fürst­bi­schof Juli­us Ech­ter von Mespel­brunn, der das Schloss zu einer Som­mer­re­si­denz aus­bau­en ließ. Bis 1739 sind Auf­ent­hal­te der Würz­bur­ger Fürst­bi­schö­fe belegt, doch 1744 wur­de eine neue Som­mer­re­si­denz fer­tig­ge­stellt und das Schloss begann unge­nutzt zu verfallen.

Zwi­schen 1780 und 1793 wur­de sogar der gesam­te West­flü­gel abge­ris­sen und mit dem Schutt die Tür­me sowie der Burg­gra­ben auf­ge­füllt. Dem Ein­marsch fran­zö­si­scher Trup­pen im Jahr 1796 ist es wohl zu ver­dan­ken, dass der Abriss gestoppt wur­de und das rest­li­che Schloss heu­te noch erhal­ten ist.

Um 1800 begann dann sogar eine Sanie­rung und 1806 zog das König­lich bay­ri­sche Forst­amt Rim­par in den Ost­flü­gel, wo es bis 1971 blieb. Danach begann eine neue Debat­te über den Abriss, doch der neu gewähl­te Bür­ger­mei­ster Anton Kütt been­de­te die­se, indem er das Schloss 1980 für die Gemein­de kauf­te. Anschlie­ßend begann eine Sanie­rung des Gebäu­des und 1984 konn­te das Rat­haus hier einziehen.

Inzwi­schen befin­det sich im Gemäu­er auch ver­schie­de­ne Muse­en, wie das Archäo­lo­gie­mu­se­um, das Bäcke­rei­mu­se­um, das Trach­ten­mu­se­um oder das Kriminalmuseum.

Gleich gegen­über befin­det sich die histo­ri­sche Schloss­müh­le, die hoch­was­ser­si­cher auf einer Fels­ter­ras­se über der Pleich­ach errich­tet wurde.

Ein Stück die Stra­ße her­un­ter, wo sich einst der Lust­gar­ten des Schlos­ses befand, sind heu­te wei­te­re histo­ri­sche Gebäu­de zu fin­den, die im 18. und 19. Jahr­hun­dert hier erbaut wur­den, nach­dem das Schloss auf­ge­ge­ben wurde.

Schlösser und Burgen rund um Würzburg – Festung Marienburg

Zum Abschluss des Tages fah­re ich zurück nach Würz­burg, wo ich noch einen schö­nen Blick auf die Festung Mari­en­burg habe, die ich wäh­rend eines frü­he­ren Auf­ent­hal­tes aus­gie­big erkun­det habe.

Damit endet mei­ne klei­ne Rund­fahrt zu Schlös­sern und Bur­gern rund um Würz­burg. Wer mehr zur Regi­on erfah­ren möch­te, dem emp­feh­le ich auch mei­nen Stadt­rund­gang durch die Resi­denz­stadt Würz­burg.

Wei­te­re Arti­kel die­ser Reise:

Schlös­ser und Bur­gen rund um Würz­burg, Bay­ern – Teil 1

Schlös­ser und Bur­gen rund um Würz­burg, Bay­ern – Teil 2

Klei­ner Rund­gang durch Rothen­burg ob der Tauber

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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