Berkeley Plantation, Virginia

Ber­ke­ley ist eines der ersten gro­ßen Anwe­sen in Ame­ri­ka und immer noch in Fami­li­en­be­sitz. Es erstreckt sich auf mehr als 400 Hekt­ar ent­lang des Ufers des James Rivers. Ben­ja­min Har­ri­son IV grün­de­te die Plan­ta­ge und erbau­te das Her­ren­haus, das zu den drei älte­sten Zie­gel­häu­sern in Vir­gi­nia gehört. Ber­ke­ley ist auch der Fami­li­en­sitz von gleich zwei US-​Präsidenten, Wil­liam Hen­ry Har­ri­son und sei­nem Urgroß­enkel Ben­ja­min Harrison.

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Nach dem ame­ri­ka­ni­schen Bür­ger­krieg gelang es der Fami­lie Har­ri­son aller­dings nicht, den Besitz zu hal­ten. Das Haus hat­te meh­re­re Besit­zer und ver­fiel schließ­lich, bis es 1907 vom Schot­ten John Jamie­son gekauft wur­de. Es waren sein Sohn Mal­colm und des­sen Frau Grace, die das Anwe­sen schließ­lich restau­rier­ten und ihm sei­nen alten Glanz zurück­ga­ben. Die Fami­lie Jamie­son wohnt auch heu­te noch hier, wes­halb nur das Erd­ge­schoss des Hau­ses besich­tigt wer­den kann. Aus dem­sel­ben Grund sind auch kei­ne Innen­auf­nah­men gestattet.

Collage Berkeley Plantation 1

Im Haus­gie­bel, noch heu­te zu sehen, sind auch die Initia­len der Erbau­er. H für Har­ri­son, B für Ben­ja­min IV, A für sei­ne Frau Anne und das Jahr 1726, in dem das jet­zi­ge Her­ren­haus erbaut wurde.

Berkeley Plantation 3

Die Plan­ta­ge ist auch Schau­platz eini­ger histo­ri­scher Ereig­nis­se in der Geschich­te der damals noch jun­gen Nati­on gewe­sen. So wur­de hier am 4. Dezem­ber 1619 das erste offi­zi­el­le Thanks­gi­ving gefei­ert, 1621 von Geor­ge Thor­pe der erste Bour­bon Whis­key destil­liert oder die offi­zi­el­le Army Hym­ne „Tabs” hier geschrie­ben und zum ersten Mal gespielt.

Vom ter­ras­sen­för­mig ange­leg­ten eng­li­schen Gar­ten führt mich die­ser Weg zu Fried­hof des Anwesens.

Berkeley Plantation 9

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Hier haben sowohl vie­le Mit­glie­der der Fami­lie Har­ri­son, als auch Mal­colm und Grace Jamie­son ihre letz­te Ruhe gefunden.

Collage Berkeley Plantation 2

Ein Gedenk­stein erin­nert an die Unter­zeich­ner der „Decla­ra­ti­on of Inde­pen­dence”, zu denen auch Ben­ja­min Har­ri­son V, der Sohn des Erbau­ers von Ber­ke­ley, gehör­te. Beson­ders auf die Tat­sa­che, dass die­se Unter­schrift ein hohes Risi­ko für sie selbst und ihre Fami­li­en bedeu­te­te, wird hier hin­ge­wie­sen. Neun der Unter­zeich­ner star­ben wäh­rend des Unab­hän­gig­keits­krie­ges, fünf von ihnen wur­den ein­ge­sperrt sowie deren Fami­li­en ermor­det, ein­ge­sperrt oder ent­eig­net und ihre Häu­ser niedergebrannt.

Und schließ­lich bestau­ne ich noch die Kano­nen­ku­gel, die in der Haus­wand eines Neben­ge­bäu­des steckt. Dass sie aus dem Civil War stammt, ist unbe­strit­ten, doch ob sie seit­dem dort oben steckt schon. Die einen sagen ja, die ande­ren, dass sie auf dem Grund­stück gefun­den und dann dort plat­ziert wurde.

Collage Berkeley Plantation 3

Ber­ke­ley Plantation
12602 Har­ri­son Landing Rd, Charles City, VA 23030
täg­lich 9:30–16:30 Uhr (März-​Dezember) 10:30–15:30 Uhr (Janu­ar und Februar)
Ein­tritt: $12 (2019)

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Betty

Es gibt nichts, was ich mehr liebe als die Welt zu bereisen. Immer mit dabei ist meine Kamera, wenn ich spannende Abenteuer erlebe und neue Reiseziele erkunde. Das Reisen bereitet mir so viel Freude, dass ich nun auch meine Leser an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

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