Pages Navigation Menu

Apostle Islands National Lakeshore

Ganz im Norden von Wisconsin am Lake Superior liegt die Apostle Islands National Lakeshore. Das Visitor Center befindet sich im alten Courthouse des Städtchen Bayfield, von wo auch Ausflüge auf die Inseln unternommen werden können.

Apostle Island National Lakeshore Visitor Center 2

Apostle Island National Lakeshore Visitor Center 1

Besichtigen kann man die Inseln der National Lakeshore mit dem privaten Boot oder auf einer geführten Bootstour zu den Apostle Islands,  die von einem privaten Anbieter im Auftrag des NPS durchgeführt wird. Ein Ticket kostet $39.95+tax (2013) für die Grand Tour. Durchgeführt wird sie mit der Island Princess, die sowohl Plätze auf dem Oberdeck als auch in der Kabine bietet.

Island Princess

Die Apostle Islands werden auch die Juwelen des Lake Superior genannt. Bis auf eine, gehören heute alle Inseln zur Apostle Island National Lakeshore und sind somit geschützt. Insgesamt gibt es 21 Inseln und außerdem 12 Meilen Festland, die zum Schutzgebiet gehören. 8 Leuchttürme gibt es innerhalb der Parkgrenzen, mehr als auf jedem anderen Gebiet des National Park Service. Die Hauptaktivitäten sind Wandern, Baden, Paddeln und private sowie kommerzielle Bootstouren.

Apostle Island National Lakeshore 5

Auf der Grand Tour fährt man in 3 Stunden eine Runde um die schönsten Inseln und sieht schöne Felsformationen, Leuchttürme und wenn man Glück hat auch Tiere, wie diesen Weißkopfseeadler.

Apostle Islands Lakeshore Collage 1

Leider konnte ich auf meiner Tour nicht alle Inseln ansehen, denn zu Anfang verläuft die Cruise auch noch ganz normal, doch nach ungefähr einer halben Stunde informiert uns der Captain, dass der Wind gedreht hat und immer stärker wird. Das widerum könnte verhindern, dass wir zu allen Inseln fahren können. Der Lake Superior sei ebend der unberechenbarste und launischte aller großen Seen.

Apostle Island National Lakeshore 2

Vorbei fahren wir auch am historischen Fishing Camp auf Rocky Island. Zwischen 1931 und 1958 gab es einige dieser Camps auf den Inseln. Dieses ist aber das Einzige, das erhalten geblieben und heute ein Museum ist.

Apostle Island National Lakeshore 7

Nachdem wir vom Fishing Village abdrehen, kommt dann die Nachricht von der Brücke, dass wir nicht nach Devils Island fahren könnten. Der Wind sei zu stark, da die Insel nicht wie die anderen geschützt liegt, sondern mit einer Seite zum offenen Wasser des Lake Superior. Das wäre auch kein Problem für das Schiff, wohl aber für die empfindlichen Gäste an Bord. Und deshalb drehen wir ab. Ich bin total geknickt, soll Devils Island doch einen schönen Leuchtturm und vor allem die schönsten Felsformationen mit interessanten Unterwasserhöhlen haben. Aber das Wetter kann man nicht beeinflussen und die Entscheidung des Captain auch nicht. Er kennt den See besser als wir, also beuge ich mich meinem Schicksal und muss wohl noch einmal wiederkommen.

Apostle Island National Lakeshore 6

Auf einer der Inseln entdecke ich dann noch kleine Häuschen. Komisch, sollte NPS Gebiet nicht frei von privatem Eigentum sein? Ist es auch, erklärt der Captain. Das sind Sommerhäuser alteingessessener Familien. Als das ganze Gebiet unter Schutz gestellt wurde, wurden die Häuser enteignet. Die ehemaligen Besitzer können sie aber weiter pachten, so lange sie leben. Danach werden sie wohl abgerissen werden, denn weiterverkaufen oder den Pachtvertrag an Andere übergeben dürfen sie nicht.

Apostle Island National Lakeshore 8

Dann nehmen wir etwas Fahrt auf und am Heck bildet sich durch das aufschäumende Wasser und die daraufscheinende Sonne ein Regenbogen.

Apostle Island National Lakeshore 9

Der eigentlich letzte Stopp der Rundfahrt ist das Raspberry Lighthouse. 1862 erbaut, wird der Leuchtturm allgemein als der Schönste der Apostle Islands befunden. Er ist auch heute noch in Betrieb und kann im Sommer besichtigt werden.

Wir aber legen leider nicht an, denn die Saison ist längst vorbei. Und so bleibt mir nur noch ein Foto bevor es wieder zurück nach Bayfield geht.

Da wir jedoch auf Grund der Streichung von Devils Island noch Zeit haben, fährt der Captain mit uns noch zum Wrack der Fedora. Das Schiff ist nur eines von vielen, das hier gesunken ist. Ihr Schicksalstag war der 20. September 1901. Das 86 Meter lange Dampfschiff lief hier auf Grund, nachdem es wegen einer explodierenden Kerosinlampe Feuer fing. Die 17 Mann an Bord überlebten die Tragödie zwar, das Schiff allerdings nicht. Und so liegt es noch heute hier im flachen Wasser.

Nach etwas mehr als 3 Stunden bin ich wieder zurück in Bayfield. Es war eine schöne Tour, die sich gelohnt hat, auch wenn ich etwas traurig bin, dass ich nicht nach Devils Island konnte.

© 2013 – 2015, Betty. All rights reserved.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen